Mit Keiichi Matsuda verliert Leap Motionen einen AR-Interface-Vordenker.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt Matsuda durch seine dystopische Zukunftsvision “Hyper-Reality”, in der Augmented Reality eine allgegenwärtige, grellbunte Digitalwelt voller Werbeanzeigen und permanenter Ablenkung inszeniert. Der Kurzfilm erreichte viele Millionen Abrufe.

Vor gut einem Jahr stieg Matsuda bei den Interface-Spezialisten Leap Motion als Kreativchef ein, um an zukünftigen AR-Interfaces zu forschen. Leap Motion will die eigene Fingertrackingkamera an Hersteller von VR- und AR-Brillen verkaufen. Das Unternehmen bastelt außerdem an einer eigenen Open Source AR-Brille.

Matsuda war für die Inspiration zuständig: Im Sommer zeigte er neue Interface-Konzepte, die mit der eigenen AR-Brille und der Leap-Motion-Kamera umgesetzt wurden. Außerdem stellte er sein Konzept virtueller Spiegelwelten vor.

Solche spektakulären Arbeiten wird es von Matsuda wohl vorerst nicht mehr geben – zumindest nicht für Leap Motion. Er verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, bleibt der Mixed-Reality-Branche aber offenbar erhalten.

Matsuda arbeitete im Leap-Motion-Forschungslabor in London. In einer Pressemitteilung stellt das Unternehmen zukünftige Kooperationen mit Matusda in Aussicht.

Wie Businessinsider berichtet, gibt Leap Motion außerdem das bisherige Flaggschiffbüro in San Francisco auf, offenbar um Kosten zu sparen.


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