Elegante Projektion statt klobiger Brille: Der Lightform-Sensor für Beamer soll projizierte Augmented Reality weiter verbreiten.

Der Lightform-Sensor funktioniert in Kombination mit einem herkömmlichen Beamer ähnlich wie eine Augmented-Reality-Brille: Er scannt die Umgebung dreidimensional in Echtzeit und erkennt Oberflächen. Der mit dem Sensor verbundene Beamer projiziert dann pixelgenau Grafiken auf diese Oberflächen und erweitert ein Objekt so digital.

Der visuelle Eindruck ist ähnlich wie beim Blick durch die Linsen einer AR-Brille, nur muss man nichts auf der Nase tragen. Natürlich ist die Projektion statisch und fix an einen Ort gebunden.

Der Beamer kann außerdem – anders als beispielsweise Microsofts Hololens oder Meta 2 – keine digitalen 3D-Objekte im Raum anzeigen, sondern nur reale Objekte dreidimensional überlagern. Die Technologie ist daher kein Ersatz für eine AR-Brille, auch nicht in den eigenen vier Wänden.

Hinter der Sensor-Technologie stecken ehemalige Entwickler von Oculus VR und Microsofts nie veröffentlichtem aber visuell eindrucksvollem llumiroom-Projekt für die Xbox. Investoren finanzierten den Lightroom-Sensor mit rund acht Millionen US-Dollar.

Endverbraucher sind langfristig ein Thema

Lightform startet jetzt offiziell in den Vorverkauf: Die erste Version LMF-1 kostet 699 US-Dollar und wird ab November ausgeliefert. Wohlgemerkt gibt es für das Geld nur den 3D-Sensor. Ein Beamer wird zusätzlich benötigt.

Das Gerät richtet sich in erster Linie an Kreative, die möglichst einfach Augmented-Reality-Projektionen verwirklichen wollen. Die notwendige Mac- und Windows-Software ist Teil des Gesamtpakets und soll für Einsteiger wie Profis geeignet sein.

Sie bietet vorgefertigte Effekte, die nach einem 3D-Scan innerhalb von Minuten auf ein Objekt projiziert werden können. Mit einer Smartphone-App oder via Sprachkontrolle über digitale Assistenten wie Alexa lassen sie sich in Echtzeit anpassen. Anspruchsvolle Kreative sind in der Gestaltung weiterer Effekte natürlich frei.

Langfristig will Lightform auch im Endverbrauchermarkt aktiv werden und den Sensor beispielsweise für Videospiele einsetzen, wie es einst bei Illumiroom vorgesehen war. Das folgende Video zeigt einige Anwendungsszenarien.


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