Das Schweizer Startup Imverse hat ein 3D-Programm entwickelt, mit dem VR-Nutzer aus 2D- oder 360-Grad-Fotos von Hand begehbare 3D-Umgebungen erstellen können. Der “LiveMaker” ist ab sofort in der offenen Beta erhältlich.

Die Software nutzt die Vorteile von Virtual Reality wie die 3D-Visualisierung und intuitive Objektinteraktion mittels VR-Controllern, um die Erstellung von 3D-Inhalten zu vereinfachen. Ein Youtube-Video (siehe unten) zeigt, wie VR-Nutzer auf Basis einer 360-Grad-Bildvorlage eine 3D-Umgebung modellieren können.

Hat man den Raum samt Architektur erstellt, können Oberflächen texturiert, von Hand bemalt, mit Shader-Effekten versehen und die gesamte Szene neu ausgeleuchtet werden. Externe 3D-Modelle und Videos können mit einem Klick in der Umgebung platziert werden.

Ist man mit dem Resultat zufrieden, kann der 3D-Raum in gängige Formate exportiert und in anderen 3D-Programmen weiterbearbeitet werden.

Ab sofort für Rift und Vive erhältlich

“Wir wollen Künstlern und Kreativen ermöglichen, VR-Inhalte ohne großes Budget oder Spezialausrüstung zu schaffen”, sagt Imverse-CEO Javier Bello Ruiz. Die 3D-Konversion flacher Inhalte und die gestalterische Flexibilität wird durch eine von Imverse entwickelte Voxel-Engine ermöglicht.

Das Programm kann ab sofort auf der offiziellen Internetseite heruntergeladen werden. Es erscheint in vier Ausgaben: Lite, Creator, Pro und Visionary. Die günstigste Version kostet 29 US-Dollar und bietet Zugriff auf alle Werkzeuge.

Livemaker funktioniert mit Oculus Rift, HTC Vive und Windows-Brillen und erscheint im November zusätzlich bei Steam und im Oculus Store. Die finale Version soll nächstes Jahr veröffentlicht werden, sobald das Feedback der Beta-Nutzer umgesetzt ist.

Hologramme für VR und MR

Imverse ist ein 2017 gegründetes Startup-Spinoff der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), das sich auf die Erstellung von 3D-Inhalten für Virtual und Mixed Reality spezialisiert. Es beschäftigt acht Mitarbeiter und hat im August von Investoren eine Anschubfinanzierung über 1,5 Millionen US-Dollar erhalten.

Das Startup arbeitet neben Livemaker an Soft- und Hardware für volumetrische Echtzeit-Aufnahmen. Im Frühjahr erlebte ich in San Francisco eine beeindruckende Demo der Technologie: 3D-Kameras filmten mich und übertrugen meinen Körper als tanzenden Voxelhaufen in die Virtual Reality. Das Ergebnis: Ich konnte mich selbst zum ersten Mal in der Virtual Reality sehen. Meine Eindrücke habe ich hier aufgeschrieben.

| Featured Image: Imverse

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