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Low-Carb: Atkins entwickelt das Virtual-Reality-Game “Sugar Goggles”

von Matthias Bastian14. Januar 2017

Das Virtual-Reality-Spiel “Sugar Goggles” vom Atkins-Unternehmen soll Kindern den Unterschied zwischen gesunden und weniger gesunden Kohlenhydraten beibringen und zeigen, wie sich Nahrungsmittel auf den Blutzucker auswirken.

Wer sich mit Ernährungstheorien beschäftigt, der stößt zwangsläufig auf den ominösen Dr. Atkins, Begründer der Low-Carb-Futterei. Das Virtual-Reality-Game “Sugar Goggles” soll seine Ansätze möglichst simpel in ein VR-Lernspiel für Kinder übertragen.

Der Ansatz ist kurios – oder profan, abhängig von der Sichtweise: Das VR-Kid muss durch Goldringe in einer menschlichen Vene fliegen. Nach jedem Goldring wird es vor die Wahl gestellt: Was darf es sein? Lieber die zuckrige Banane oder doch ein Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index, beispielsweise ein Vollkornbrötchen.

Fliegt das Kind durch das “richtige” Nahrungsmittel, wird es mit einem Temposchub belohnt. Doch wehe, wenn es den falschen Snack wählt. Denn der bringt den virtuellen Blutzucker aus dem Tritt und wirft den Flieger so aus der Flugbahn. Durch diesen Wink mit dem Zaunpfahl sollen Kinder verstehen, dass der Blutzucker ein wichtiges Element bei der Gewichtskontrolle ist.

Subtil geht anders, aber Atkins glaubt offenbar, dass die Lehrmethode mit dem Holzhammer erfolgreich sein könnte. Jedenfalls war das Unternehmen selbstbewusst genug, die Anwendung auf der CES 2017 zu präsentieren, der weltweit größten Fachmesse für Computertechnologie.

Atkins möchte die VR-Erfahrung in Schulen an den USA anbieten und bei positivem Feedback weiterentwickeln. Eine Veröffentlichung für die Allgemeinheit ist nicht angedacht.

Eine Hürde wird das Unternehmen vorab überwinden müssen: Erst Kinder ab 12 Jahren aufwärts dürfen sich die VR-Brille aufsetzen. Zumindest lauten so die offiziellen Empfehlungen der Hersteller. Die Schulkinder, die Aktins erreichen möchte, dürften deutlich jünger sein.

Die Forschung steht zumindest theoretisch hinter Aktins’ Ansatz, in VR zu lehren: Experimente haben gezeigt, dass sich virtuell gelerntes Verhalten in Teilen auf die Realität übertragen kann.

Beim Anfertigen dieses Artikels wurde ein übrig gebliebener Schokonikolaus brutal verspeist. Er dachte, er könnte sich bis Weihnachten 2017 durchmogeln.

| Featured Image: Atkins | Source: CNBC

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