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Luckey: VR wird erst in einigen Jahren Mainstream

von Matthias Bastian20. Juni 2015

Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey gab dem englischen Re/Code-Magazin ein Interview, in dem er unter anderem über die Erfolgsaussichten seiner VR-Brille und Virtual Reality generell sprach. Luckey geht davon aus, dass der Zugang zum Markt in den kommenden zwei bis drei Jahren ausschließlich über Gamer und VR-Enthusiasten passiert. Erst wenn Abspielgeräte entsprechend klein und günstig seien, könne auch ein Mainstream-Publikum angesprochen werden, so Luckey. Aktuell fehle dafür aber noch die nötige “Horsepower”.

Im Moment geht es fast nur um Spiele, da nur die Spieleindustrie die Werkzeuge hat, immersive 3D-Welten zu erschaffen. Palmer Luckey, CEO Oculus VR

Außerdem vergleicht Palmer Luckey den aktuellen technischen Stand mit der ersten Phase mobiler Endgeräte, also klobigen, übergroßen Handys. Er meint, dass es noch mehrere Generationen an VR-Brillen braucht, bis sowohl Design als auch Preis den Nerv des Massenmarktes treffen können. Außerdem brauche es mehr Inhalte, abseits von Spielen. Luckey zählt unter anderem e-Learning, kollaboratives Arbeiten im virtuellen Raum, wie etwa Meetings, und VR-Reisen, beispielsweise für Senioren, die nicht mehr mobil sind, als mögliche Anwendungsfelder auf.

Wir sind in dieser frühen Phase, in der die Menschen eines Tages zurückschauen werden und dann sagen: “Wow, das war schlecht.” Palmer Luckey, CEO Oculus VR

Interessante Details verrät der Geschäftsführer von Oculus VR auch über die Pläne in Zusammenarbeit mit Facebook. So wollen die beiden Unternehmen nicht die bestehende Facebook-Plattform VR-kompatibel machen, sondern haben deutlich futuristischere Pläne: Luckey beschreibt die Vision eines “Metaverse“, also eine Art parallele, virtuelle Zwischenwelt, in der sich Menschen treffen und miteinander interagieren können, um Dinge zu erleben, die im normalen Leben nicht möglich sind. Moment mal. Hat hier irgendjemand Matrix gesagt?

Hast Du eine Meinung zu Luckeys Visionen? Dann schreib’ sie uns in die Kommentare.

| SOURCE: Re/Code
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