Auf der Game Developers Conference 2018 spricht Magic Leap mit Entwicklern, gibt aber keine offiziellen Demos. In einer Präsentation zeigt das Unternehmen frühe Prototypen, um die erreichte Miniaturisierung zu verdeutlichen.

Zur GDC veröffentlichte Magic Leap die Programmierschnittstelle Lumin (unsere Analyse steht hier) und startete auf der eigenen Webseite ein Entwicklerportal samt Forum. Offizielle Demos gibt das Unternehmen auf der weltweit größten Entwicklermesse noch nicht, obwohl der Marktstart in diesem Jahr stattfinden soll.

Zumindest ein ausgewählter Programmierer (Mitgründer von TheWave VR) durfte sich die Brille offenbar aufsetzen. Er spricht nicht im Detail über seine Erfahrungen, bezeichnet die Demo aber als “sehr eindrucksvoll”.

Einen eigenen Stand hat Magic Leap auf der GDC nicht. Stattdessen gibt’s auf der Präsentationsfläche von Epic eine Sitzgelegenheit samt Broschüre und Flyer.

Erste Denkansätze und Designkonzepte gibt das Unternehmen den anwesenden Entwicklern in Vorträgen mit auf den Weg und zeigt, wie Inhalte für die Augmented-Reality-Brille neu gedacht werden können. Beispielsweise kann die AR-Brille Smart-Home-Hardware mit visuellen Effekten erweitern. Im Video sieht man eine Stehlampe, die digitale Funken sprüht.

Das folgende Bild zeigt, wie sich Magic Leap ein digitales Haustier vorstellt, das autark mit dem Brillenträger interagiert.

Nur gucken, nicht anfassen: Ohne Haptik-Simulation wird es vorerst nichts mit digitalen Streicheleinheiten. Bild: Magic Leap

Nur gucken, nicht anfassen: Das arme AR-Tier wartet sehnsüchtig auf eine gelungene Haptik-Simulation für digitale Streicheleinheiten. Daher schaut es etwas grimmig. Bild: Magic Leap

Das Biest und der Käsekopf

Magic Leap zeigte weiter einige Fotos früherer Prototypen, um die Miniaturisierung zu demonstrieren, die in den letzten Jahren stattgefunden hat.

Magic Leaps erster Prototyp war wie eine Werkbank aufgebaut. Für Early-Early-Early-Early-Really-Early-Adopter. Bild: Magic Leap via Road to VR

Magic Leaps erster Prototyp “The Bench” war wie eine Werkbank aufgebaut. Für Early-Early-Early-Early-Really-Early-Adopter. Bild: Magic Leap via Road to VR

Der kühlschrankgroße Prototyp “The Bench” war darauf ausgelegt, dass Bauteile möglichst schnell gewechselt werden können. Das Bild stammt aus 2014.

Im Jahr darauf folgte der “Käsekopf”, dessen Name wohl auf die charismatische Bauform zurückzuführen ist. Die Größe des Prototyps erklärt Magic-Leap-Manager Brian Schwab mit dem aufwendigen optischen System, das stabilisiert werden musste.

Wäre ein Hingucker auf der Straße gewesen: Magic Leaps Käsekopf-Prototyp. Bild: Magic Leap via Road to VR

Wäre ein Hingucker auf der Straße gewesen: Magic Leaps Käsekopf-Prototyp. Bild: Magic Leap via Road to VR

Auf den Käsekopf folgten noch drei weitere Prototypen hin zum Modell WD3 im Bild unten, der wie der Käsekopf noch in 2015 gebaut wurde. Laut Schwab war WD3 der erste Prototyp, den man gut auf dem Kopf tragen konnte.

Kein Käsekopf mehr, dafür mit markanter Einhorn-Optik. Bild: Magic Leap via Road to VR

Kein Käsekopf mehr, dafür mit markanter Einhorn-Optik: Der WD3-Prototyp aus 2015. Bild: Magic Leap via Road to VR

Vom Modell WD3 aus folgte dann der Sprung hin zur Creator Edition, die in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Unbekannt ist, welche Funktionen Magic Leap im Laufe der Jahre veränderte, um diesen Grad der Verkleinerung zu erreichen.

Der Sprung hin zum finalen Formfaktor fällt deutlich aus. Unbekannt ist, welche Funktionen Magic Leap im Laufe der Jahre veränderte. Bild: Magic Leap via Road to VR

Der Sprung vom WD3-Prototyp hin zum finalen Formfaktor fällt deutlich aus. Der Brillenträger hat eine viel ausgeprägtere Oberkörpermuskulatur. Womöglich trainierte er den Bizeps mit dem beiliegenden 6DOF-Controller, den er im Bild gut sichtbar in der Hand hält. Bild: Magic Leap via Road to VR


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