Obwohl sich Magic Leaps erste AR-Brille jahrelang in Entwicklung befand, sind zum Marktstart kaum Inhalte erhältlich. Nun liegt es an unabhängigen Entwicklern, interessante Apps und Spiele herauszubringen. Eine Gruppe AR-Programmierer hat eine einfache Techdemo erstellt, die das Potenzial ortsunabhängiger AR-Mehrspielererfahrungen zeigen soll.

In einem Video-Tweet veröffentlichte der AR-Entwickler JJ Castillo ein Zwischenergebnis: Vier Magic-Leap-Nutzer, die geografisch teils weit voneinander entfernt leben, spielen in ihren Privaträumen das gleiche AR-Spiel. Sie nehmen durch die AR-Brille an zwei Realitäten teil: ihrem realen Aufenthaltsraum und der von allen geteilten digitalen Augmented-Reality-Projektion.

Das Spielprinzip könnte einfacher nicht sein: Ein Entwickler wirft durch Gesten Zielscheiben in die Welt, auf die die Spieler mittels Controller schießen können. Die Teilnehmer werden durch grafisch einfach gehaltene, transparente Avatare repräsentiert. Die digitalen Waffen der Spieler samt Kugeln werden ebenfalls dargestellt.

Keine Selbstverständlichkeit

Die reale Umgebung wird allem Anschein nach nicht erfasst und in das Spiel einbezogen. Das würde im Rahmen des vorliegenden Spielkonzepts allerdings auch keinen Sinn ergeben, da jeder Spieler einen anderen Raum vor sich hat. In der Virtual Reality wäre die Idee daher besser aufgehoben und leichter umgesetzt. Die Demo dient deshalb in erster Linie als Machbarkeitsnachweis.

Augmented Reality mit mehreren Teilnehmern ist noch immer eine technische Herausforderung, ob mit oder ohne Einbezug der realen Umgebung. Googles ARCore unterstützt seit Mai eine cloudbasierte Mehrnutzerfunktion, während Apples ARKit erst diesen Herbst eine Lösung ohne Cloudanbindung spendiert bekommt.

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| Featured Image and Source: JJ Castillo via Twitter

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