Weniger ist mehr und das schmale Magic-Leap-Sichtfeld kann an den Rändern mit Weichzeichnerschablonen kaschiert werden.

Im eigenen Blog beantwortet Magic Leap oft gestellte Fragen angehender AR-Entwickler. In Zukunft sollen solche Frage-Antwort-Runden häufiger stattfinden, verspricht das Unternehmen.

In der ersten Ausgabe geht es um Grundlagenwissen: Kreativen aus Werbung, Industrie, Medien und weiteren Branchen, die noch nicht selbst programmieren, empfiehlt Magic Leap den Einstieg über kostenlose Anleitungen für die Unity- und Unreal-Engine.

Hat man das Basiswissen drauf, solle man sich mit den frei verfügbaren Ressourcen im Magic-Leap-Entwicklerportal auseinandersetzen. Die Alternative: “Sucht euch einen Coder als Freund und denkt euch gemeinsam etwas aus.”

Die Hardware-Mindestvoraussetzungen für die Magic-Leap-Programmierung sind moderat: Es reicht ein Mac ab El Capitan oder ein PC ab Windows 7. Weitere Voraussetzungen sind acht Gigabyte Arbeitsspeicher, ein Vierkerner mit 2,5 Ghz und eine Grafikkarte, die mindestens DirectX9 oder OpenGL 4.1 unterstützt.

Weniger ist mehr

Einen Erfahrungswert bei der Magic-Leap-Entwicklung teilt das Unternehmen vorab: Weniger soll mehr sein.

Ein einzelnes und einfach gehaltenes digitales Element, das glaubhaft in die reale Umgebung eingebettet werde, wirke optisch besonders präsent. Hingegen soll es keine gute Idee sein, das Sichtfeld im VR-Stil vollständig mit Grafik auszufüllen.

Magic Leap bestätigt abermals, dass die Erstlingsbrille in diesem Jahr erscheint. In den kommenden Wochen sollen Entwicklern weitere Programmierhilfen zur Verfügung gestellt werden.

Bis sie die Hardware in den Händen halten, müssen sie jedoch mit einem digitalen Magic-Leap-Brillensimulator vorliebnehmen. Immerhin können die so entwickelten Anwendungen in einem Virtual-Reality-Modus angesehen werden. Die VR-Perspektive ist näher dran an der späteren Augmented-Reality-Darstellung als der Blick auf den flachen Monitor. Weitere Informationen zur VR-Simulation stehen hier.

Weichzeichner am Sichtfeldrand

Ein Grund für Magic Leaps Minimalismusempfehlung dürfte sein, dass bei einem einzelnen AR-Objekt die Begrenzung des Brillensichtfelds zu den Seiten weniger stark oder im Optimafall gar nicht auffällt.

Zusätzlich stellt Magic Leap Entwicklern digitale Schablonen zur Verfügung, die das gerenderte Augmented-Reality-Objekt an den Rändern weichzeichnen, sobald es an den Sichtfeldrand der Brille stößt.

Durch diesen Effekt soll ein sanfter Übergang zwischen Realität und digitaler Einblendung erreicht werden, was der Immersion zuträglich sein könnte. Bei Microsofts Hololens stört der harte Abschnitt am Rande des Minisichtfelds doch sehr.

Magic Leap empfiehlt Entwicklern weiter, dass digitale Elemente nicht abrupt vor dem Brillenträger auftauchen, sondern ein- und ausgeblendet werden. Sie sollten außerdem einen klaren Ursprungsort haben, beispielsweise ein Portal im Raum.

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