Eine Analyse der Magic-Leap-Programmierschnittstelle Lumin zeigt, dass die Sichtfeldweite der Erstlingsbrille Lightwear im Optimalfall bei knapp 60 Grad liegen dürfte.

Der Entwickler und Mixed-Reality-Blogger Skarred Ghost knüpfte sich Magic Leaps neue Entwicklungsumgebung Lumin vor, um herauszufinden, wie weit das Sichtfeld der Magic-Leap-Brille ist. Da diese Angabe nicht einfach in der Dokumentation steht, musste er eine eigene Analyse-Software programmieren.

Mit dieser vermaß er das Sichtfeld des Brillen-Emulators, der in die Entwicklungsumgebung integriert ist. Das Ergebnis: das horizontale Sichtfeld liegt bei knapp 60 Grad, das vertikale Sichtfeld bei rund 45 Grad. Bei einer zweiten Analyse mit anderem Rechenweg lag das horizontale Sichtfeld bei 45 Grad, das vertikale bei 34 Grad. Der Blogger hält den ersten Wert für realistischer.

Die Analyse setzt natürlich voraus, dass der Emulator das Sichtfeld der realen Leap-Brille verwendet. Alles andere wäre allerdings völlig sinnfrei, da Entwickler ihre AR-Apps dann für ein nicht existierendes Szenario optimieren würden. Im folgenden GIF sieht man, wie ein digitales Objekt aus dem Emulator-Sichtfeld verschwindet.

Weiter als Hololens

Die Messungen des Bloggers passen zur Schätzung des bislang einzigen neutralen Magic-Leap-Testers, Brian Crecente vom Rolling-Stone-Magazin. Der Journalist beschrieb das Sichtfeld im Dezember 2017 als ein rechteckiges Fenster, das vergleichbar mit der Größe einer Videokassette sei, die man eine halbe Armeslänge vor sich streckt.

Microsofts Augmented-Reality-Brille Hololens erreicht beim horizontalen und vertikalen Sichtfeld circa 30 bis 35 Grad. Diese Briefmarkenoptik macht die AR-Brille beinahe unbrauchbar. Könnte Magic Leap die Sichtfeldweite schon mit der ersten Lightwear-Brille verdoppeln bei gleicher optischer Qualität und schlankerem Formfaktor, wäre das ein deutlicher Sprung nach vorne.

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