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Magic Leap übernimmt Teile eines Schweizer Computer-Vision-Startups

von Tomislav Bezmalinovic19. Februar 2017

Magic Leap hat die 3D-Abteilung des Schweizer Unternehmens Dacuda aufgekauft. Die Computer-Vision-Spezialisten haben eine Software entwickelt, mit der sich Smartphones im Raum orientieren können, ohne auf externe Sensoren angewiesen zu sein.

Die Spekulationen des US-Techmagazins Tom’s Hardware haben sich bestätigt: In einer Pressemitteilung schreibt das Schweizer Startup Dacuda, dass es seine 3D-Abteilung an Magic Leap verkauft habe. Das 3D-Team werde zu Magic Leap wechseln, um in Zürich die erste europäische Niederlassung des gut finanzierten Mixed-Reality-Unternehmens aufzubauen. Leiter wird Dacuda-Gründer Alexander Ilic. Die übrigen Abteilungen von Dacuda werden sich neu ausrichten. Woran das Dacuda-Team bei Magic Leap arbeiten wird, verrät die kurze Pressemitteilung nicht.

Auf der offiziellen Seite des Unternehmens führt das Startup drei Produkte auf: eine Software für das Echtzeit-Stitching hochauflösender Panoramafotografien, einen Handscanner namens Pocketscan und einen mobilen ID Reader. Das Interesse von Magic Leap dürfte eine Software geweckt haben, die Dacuda im Januar auf der CES vorgestellt hat. Mit dieser soll ein iPhone allein mit Hilfe der verbauten Sensoren und seiner RGB-Kamera seine Position im Raum bestimmen können. In Youtube-Videos (siehe unten) spricht das Unternehmen vom ersten raumfüllenden Inside-Out-Tracking für mobile Virtual Reality.

Namhafte Investoren wie Google und Alibaba, ein auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzter Unternehmenswert sowie zahlreiche begeisterte Berichte in den reichweitenstärksten US-Techmagazinen machten Magic Leap in 2016 zum aufregendsten Unternehmen der Techbranche. In den letzten Monaten und Wochen häuften sich jedoch Zweifel, ob Magic Leaps Wunderbrille den hohen Erwartungen gerecht werden kann.


| Featured Image: Magic Leap | Source: Techcrunch

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