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Magic Leap: VR-Entwickler verrät neue Details, Enthüllung in drei Monaten?

von Matthias Bastian27. April 2017

Während Magic Leap fast vollständig auf Funkstille schaltet, plaudern Personen aus dem Umfeld neue Details aus. Ein wenig Skepsis ist erlaubt – womöglich ist es geschickte PR des Startups, dessen Ruf zuletzt stark angekratzt war.

Im Interview mit dem Podcast Tested spricht der Entwickler Mike Mika über seine Erfahrungen mit Magic Leap. Mika arbeitet als Kreativdirektor beim Entwicklerstudio Other Ocean, das unter anderem “Giant Cop” für Oculus Rift und HTC Vive auf den Markt brachte.

VR-Technologie sei circa fünf bis acht Jahre von dem Punkt entfernt, “an dem sie für einen kommerziellen Erfolg sein müsste”, erklärt Mika. Der Zeitplan ändere sich aufgrund der schnellen Fortentwicklung stetig, sodass die Branche diesen Punkt eventuell früher erreiche. “Es wird viel mehr Geld und Zeit investiert, als ich es vorhergesehen habe”, sagt Mika.

Magic Leap sei “um die Ecke” (1:26:52) und circa drei Jahre weiter als man es erwarte. Damit widerspricht Mika indirekt vorhergehender Berichterstattung, laut der Magic Leap dem Zeitplan deutlich hinterherhinkt und an der Miniaturisierung der eigenen Technologie scheitert.

Mixed Reality macht aus dem echten Leben ein Videospiel

Mika erwähnt Magic Leap anschließend zwar nicht mehr explizit, aber der Verdacht liegt nahe, dass er sich bei seinen späteren Beschreibungen noch immer auf die Technologie des Startups bezieht, bei dem er offenbar hinter die Kulissen schauen durfte. In drei Monaten könne er wahrscheinlich mehr verraten über “all die verrückten Sachen” (1:44:28), die er zuletzt gesehen habe.

Ab 1:44:38 beschreibt Mika eine Mixed-Reality-Demo, in der ein reales Basketballspiel wie eine Szene aus dem 90er-Jahre-Videospielhit “NBA Jam” wirke. Der echte Ball könne in Flammen stehen und wirft man ihn in Richtung Korb, wird in der Luft eine digitale Fluglinie angezeigt. “Aufgrund der ganzen Hilfestellungen fühlte es sich besser an als ein echtes Basketballspiel”, sagt Mika.

Er spricht über eine zweite Demo, die mittels Mixed Reality die eigene Wohnung in ein Geisterhaus verwandle. Die Umgebung im Gebäude könne so abgedunkelt werden, dass es trotz Tageslicht draußen wie Nacht wirke.

Er beschreibt eine Szene, in der man in einen realen Spiegel schaut und im Hintergrund ein Geist auftaucht. Dreht man sich herum, ist der Geist verschwunden. Die Beschreibung erinnert stark an Magic Leaps Gaming-Konzept “Ghost Girl”, das der Spieledirektor Graeme Devine im vergangenen Jahr erstmals vorstellte (Konzeptgrafik im Titelbild).

| Featured Image: Magic Leap / Ghost Girl

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