Viele Apps fürs Smartphone finanzieren sich allein durch Werbung. Bei Magic Leap sollen Nutzer grundsätzlich die Wahl haben.

Aus Magic Leaps neuer Entwicklerdokumentation geht hervor, dass das Unternehmen Augmented-Reality-Werbung zulässt. Entwickler müssen dem Nutzer aber immer ein alternatives Bezahlmodell anbieten.

Im Abschnitt zu den Werbebestimmungen heißt es, dass die Anzeige von Werbung keine Voraussetzung für die Funktion einer App sein darf. Wenn Entwickler Werbung einsetzen wollen – beispielsweise für Premiuminhalte innerhalb einer App – müssen sie dem Nutzer alternativ eine werbefreie Bezahlversion anbieten. Verboten ist es, den Zugang zu Inhalten an die Akzeptanz von Werbung zu knüpfen.

Für viele Entwickler könnte das langfristig zu einem attraktiveren Geschäftsmodell führen: Magic-Leap-Besitzer werden vom ersten Tag an dazu erzogen, dass gute Inhalte Geld kosten.

Unklar ist, wie genau Werbeanzeigen in Augmented Reality aussehen und wirken. Gut möglich, dass sie aufmerksamkeitsbindender sind als klassische Werbebanner auf dem 2D-Bildschirm. Eine werbefreie Bezahlversion wäre dann noch wichtiger – und für den Nutzer attraktiver.

In der Entwicklerdokumentation finden sich weiter Informationen zur Menügestaltung des Magic Leap One Betriebssystems Lumin sowie neue Demos. Ein Entwickler entdeckte auf der offiziellen Webseite außerdem Hinweise auf die Sichtfeldweite der Brille.

Der Marktstart von Magic Leap One scheint derweil unmittelbar bevorzustehen. Bei Twitter kündigt Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz absolute Funkstille bis zum Launch an. Allzu lange dürfte das der ansonsten sehr mitteilungsbedürftige Geschäftsmann nicht durchhalten.


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