Eine der wichtigsten Funktionen von Magic Leaps Erstlingsbrille wird es sein, dass Nutzer digitale Bildschirme in verschiedenen Größen anzeigen und in der Umgebung verankern können. Herausgeber von Videos sollen unkomplizierten Zugriff auf diese Screens haben und außerdem mit der Produktion von Rauminhalten vertraut gemacht werden.

Magic Leap verspricht Schnittstellen für Videoproduzenten, mit denen sie ihre Inhalte unkompliziert für die Lightwear-Brille optimieren können. Diese Schnittstellen sollen zuerst ausgewählten Partnern zugänglich sein. Im Interview mit Variety bezeichnet der verantwortliche Magic-Leap-Manager Jeff Ruediger die digitalen Screens sogar als Plattform.

Diese Screen-Plattform unterstützt laut Ruediger sowohl herkömmliche 2D-Videos als auch räumliche Inhalte. Für die Entwicklung und Darstellung von Rauminhalten will Magic Leap eigene Werkzeuge und Plugins zur Verfügung stellen. Spezialisierte Dienstleister könnten bei der Produktion hochwertiger Raumvideos unterstützen.

Laut Ruediger soll die Screen-Plattform mehr werden als ein weiterer Ausspielkanal für vorhandenes Videomaterial. Magic Leap möchte Herausgeber schnell dazu in die Lage versetzen, interaktive Mixed-Reality-Videoformate anbieten zu können.

Das Screen-Programm ist laut Ruediger speziell für Videoproduzenten gedacht. Für Spiele- und generell App-Entwickler will Magic Leap eine eigene Entwicklungsumgebung anbieten, die mit gängigen 3D-Werkzeugen kompatibel ist.

2D- und 3D-Inhalte gemischt

Auf der eigenen Webseite deutet Magic Leap an, wie die von Ruediger erwähnte Screen-Plattform aussehen könnte: Dort ist die Rede von einem “Displays on Demand”-Service, bei dem Screens “jederzeit, überall und in jeder Größe” im Raum platziert werden können.

Sie bewegen sich entweder mit dem Brillenträger fort oder werden an Ort und Stelle angepinnt. Herausgeber sollen so Inhalte für die Arbeit oder fürs Entertainment in jeder Situation und Umgebung anbieten können.

Eine Illustration zeigt vier Displays im Breitbildformat mit Standardbildern einer Wintersportübertragung. Zwei weitere Screens im Hochkantformat zeigen Statistiken an, während auf dem Wohnzimmertisch ein interaktives Erklärmodell einer Skisprungschanze eingeblendet wird.

Schon in den nächsten zwei bis fünf Jahren soll eine der großen Sci-Fi-Visionen Realität werden: Das Hologramm-Video.

So könnte Magic Leaps Screen-Plattform aussehen: Videoproduzenten möchte das Unternehmen eine eigene Schnittstelle bieten. Bild: Magic Leap

Ein weiteres Beispiel: Für eine Kooperation mit der US-Basketballliga NBA digitalisiert Magic Leap den früheren Basketballstar Shaquille O’Neal und bindet ihn als 3D-Maskottchen in die Übertragungen der NBA-Spiele ein.

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