Unter den zahlreichen Demos, die Magic Leap auf der ersten Leapcon zeigte, sorgte Mica für besonders großes Aufsehen: Die personifizierte KI-Assistentin hat einen eigenen Charakter und Aussehen und wird per AR-Brille in die reale Umgebung des Nutzers projiziert. In einem Interview spricht Aleissia Laidacker über das Design der digitalen Frau und was zukünftige AR-Figuren brauchen, um realistisch zu wirken.

Laidacker betont, dass Mica mehr ist als eine bloße Assistentin. “Wenn du an einen Assistenten denkst, dann ist das jemand, der da ist, um dir zu dienen. Wir stellen uns Mica eher als eine Begleiterin vor. Sie ist voll handlungsfähig”, sagt Laidacker, die für Magic Leap die Entwicklerbeziehungen pflegt, gegenüber Venturebeat.

Eine KI, die wie ein Mensch für sich steht und existiert, auch wenn der Nutzer nicht anwesend ist: Dieser Umstand soll die digitale Frau besonders realistisch wirken lassen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist generell die Reaktionsfähigkeit der KI: dass sie ihrer Umwelt gewahr ist. So merkt Mica, wenn man den Raum betritt und stellt Augenkontakt mit dem Nutzer her. Um realistisches Verhalten zu simulieren, arbeiten Magic Leaps KI-Programmierer mit einem Verhaltensforscher zusammen, der mitentscheidet, wie sich Mica in der physischen Welt verhält.

Das Uncanny Valley der Mixed Reality

An der Handlungs- und Reaktionsfähigkeit entscheide sich letzten Endes, ob die AR-Projektion real wirke oder nicht, meint Laidacker. Entwickler müssten sich auf dieses Vermögen konzentrieren, ansonsten würden die digitalen Menschen wie Figuren aus Computerspielen wirken: Zombies, die nur reagieren, wenn etwas passiert.

“Beim Uncanny Valley der Mixed Reality geht es nicht um visuellen Realismus. Dieses Problem haben wir gelöst”, sagt Laidacker und verweist auf Micas realistische Animationen (siehe Video unten).

Ein AR-Charakter wirke generell lebensechter als ein VR-Charakter, weil er in der physischen Realität verankert ist. Mica halte sich nicht in ihrer eigenen Wirklichkeit auf, wie eine Figur aus dem Fernsehen. Wenn sie zu einem nach Hause kommt, passt sie sich den situativen Umständen an. “Wie sie mit mir und meinen Räumen interagiert, sollte anders sein, weil sie ein Gast ist”, sagt Laidacker.

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| Featured Image: Magic Leap | Source: Venturebeat

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