Nach einer Umfrage des Markforschungsunternehmens Brabant Development Agency (BOM) sind VR- und AR-Entwickler noch auf der Suche nach lukrativen Finanzierungsmodellen.

Laut der Umfrage geben 50 Prozent der VR- und AR-Entwickler an, dass sie für ihre weitere Arbeit mehr als eine Million US-Dollar Finanzkapital benötigen. Um ein dieser Höhe zu erhalten, müsse das Umsatzpotenzial bei circa zehn Millionen US-Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre liegen. Das durchschnittliche Entwicklerstudio peile jedoch einen Umsatz von 1,3 Millionen US-Dollar an.

Die Dissonanz zwischen Umsatzpotenzial und benötigter Finanzierung sei ein Warnsignal, heißt es im Bericht der Webseite Venturebeat.

Entwickler sollen sich eine lukrative Nische suchen

Die Empfehlung der Marktforscher an Entwickler lautet, dass sie sich finanziell interessante Marktlücken suchen und in diesen eine Marktführerschaft anstreben sollen, um für potenzielle Investoren interessant zu sein. Als Beispiele werden VR-Trainingsanwendungen für Mitarbeiter auf Bohrinseln oder VR-Sport genannt.

Laut der Studie sind sich die Umfrageteilnehmer darüber einig, dass „Unsicherheit über die Möglichkeiten“ von VR und AR sowie „fehlende Anwendungsszenarien im B2B-Umfeld“ die neue Technologie vom Durchbruch im Mainstream abhalten.

Obwohl die Ergebnisse der Umfrage auf den ersten Blick ernüchtern mögen, ist der Ausblick insgesamt positiv. Virtual und Augmented Reality sollen sich in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu einem relevanten Wirtschaftszweig entwickeln. Aktuell sei der richtige Zeitpunkt für Experimente und um sich im neuen Markt zu positionieren.

Für die Umfrage wurden 613 Entwickler und Nutzer in den Niederlanden, Belgien und Deutschland zu Themen wie Budget, Umsatzprognose und Finanzbedarf befragt. BOM hat ein E-Zine veröffentlicht, das einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse gibt. Dort kann man auch den vollständigen Bericht herunterladen.

| Featured Image: Pixabay | Source: Venturebeat

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