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Direct Reality: Microsoft arbeitet an Grafikschnittstelle für räumliche Computer

von Tomislav Bezmalinovic25. Juni 2017

Anfang Juni ließ sich Microsoft beim US-Patentamt den Begriff “Direct Reality” markenrechtlich schützen. In einem Interview verrät Xbox-Chef Phil Spencer, worum es sich bei der neuen Marke handelt.

Der Antrag, auf den zuerst die US-Seite Gamespot aufmerksam wurde, betrifft laut Beschreibung eine “Computerspielsoftware” im Kontext “holografischer Anwendungen”. Der Fund hat Spekulationen ausgelöst, ob das Patent mit Microsofts Mixed-Reality-Plattform oder einer möglichen VR-Unterstützung für die neue Xbox zu tun haben könnte.

In einem Video-Interview mit Jeff Gerstmann von Giant Bomb (siehe unten) verrät Phil Spencer mehr über Direct Reality. Laut dem Xbox-Chef handelt es sich um eine Grafikschnittstelle für die Windows-Plattform ähnlich DirectX, aber für Virtual-Reality-Anwendungen. Das Ziel sei, dass entsprechende Software auf jeder VR-Brille läuft. Idealerweise so, wie ein Spiel mit jedem Monitor funktioniert.

Zusammenarbeit mit Oculus und Valve

Spencer sagt ebenfalls, dass Microsoft mit Oculus und Valve an der Grafikschnittstelle arbeitet. Da der VR-Markt wegen teils inkompatibler VR-Technologien stark fragmentiert ist, ist der Vorstoß des Redmonders Unternehmens zu begrüßen. Ob Hersteller wie HTC und Oculus ihre VR-Brillen für Microsofts Mixed-Reality-Plattform freigeben, steht hingegen auf einem anderen Blatt.

Die Unternehmen wurden zwar von Microsoft eingeladen, der Plattform beizutreten. Bisher sind sie dieser Einladung aber nicht gefolgt – oder haben zumindest nichts dergleichen verlauten lassen. Das muss niemanden überraschen: Mit Viveport und dem Oculus Store arbeiten die Unternehmen daran, ihren eigenen App Store aufzubauen.

| Featured Image: Microsoft | Source: MSPowerUser

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