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Microsoft Hololens kann laut Ex-Teamleiter auch Virtual Reality

von Matthias Bastian13. April 2016

Michael Hoffman ist ein großer Fan von Microsofts Augmented-Reality-Brille Hololens. Kein Wunder: Er hat sie mitentwickelt. Laut Hoffmann ist Hololens schon jetzt auch als VR-Brille nutzbar.

Mit seinem Startup “Object Theory” will Hoffmann AR-Lösungen für Architekten, Ingenieure und Bauleute entwickeln. Vor der Gründung seines Startups im Sommer 2015 arbeitete Hoffmann für Microsoft Research und war dort in leitender Funktion maßgeblich an der Konstruktion von Hololens beteiligt. Jetzt, wo der erste Prototyp an Entwickler versendet wird, möchte er den Einstieg in die AR-Branche auf eigenen Füßen probieren. Er selbst sieht dabei kein Risiko: “Ich bin fest davon überzeugt, dass Hololens die Zukunft ist. Ich glaube, dass Microsoft einen guten Plan hat und Augmented Reality komplett verändern wird.” Unter anderem arbeitet Object Theory bereits mit CDM Smith zusammen, einem weltweiten Dienstleister im Bereich 3D-Design und -Konstruktion.

Hoffmann ist davon überzeugt, dass die augmentierte der virtuellen Realität auf Dauer überlegen ist, besonders im Arbeitskontext. Anders als unter einer VR-Brille könnten die Träger von AR-Brillen noch miteinander kommunizieren, gemeinsam ein 3D-Modell betrachten und daran arbeiten. Das sei ein großer Vorteil, erklärt Hoffmann dem Online-Magazin Venturebeat. “So kann man Unterhaltungen über etwas haben, das physisch eigentlich gar nicht existiert.” Mit VR sei das noch nicht möglich, auf Dauer sollen die beiden Technologien aber zusammenwachsen.

Dann verrät er, dass Microsoft mit der Zusammenführung von AR und VR vielleicht schon weiter ist als bisher gezeigt. “VR ist nur ein Bestandteil von AR. Alles, was man mit einer VR-Brille machen kann, kann man auch mit einer AR-Brille machen. Aber nicht alles was eine AR-Brille kann, ist auch mit der VR-Brille möglich. Tatsächlich kann man Hololens auch vollständig als VR-Brille nutzen. Wir benutzen VR die ganze Zeit für Szenarien, in denen wir durch eine Umgebung laufen.

Die Aussage von Hoffman bestätigt einen früheren Hinweis, nach dem Microsoft an VR-Features für Hololens arbeiten könnte. Ende Februar tauchte eine Patentskizze für ein zusätzliches Modul auf, mit dem das Umgebungslicht, das durch die Linsen der Hololensbrille fällt, gedimmt werden kann. Im Prinzip müsste man sich dann nur noch einen Eimer über den Kopf ziehen – fertig ist die voll-immersive VR-Erfahrung.

Im Ernst: Microsoft arbeitet kontinuierlich an besseren Hololens-Prototypen, eine finale Version für den Endkundenmarkt dürfte noch mindestens zwei bis drei Jahre auf sich warten lassen. Ganz unwahrscheinlich ist es also nicht, dass die AR-Brille bis dahin auch VR-Features bietet und somit als echtes Mixed-Reality-Gerät durchgeht. Auch eCommerce-Riese Amazon arbeitet laut Patenten bereits an einer Brille, die dank “Immersionskontrolle” den Wechsel zwischen Virtual und Augmented Reality erlaubt.

Sieht kompliziert aus, ist es bestimmt auch. Ein zusätzliches Modul soll das Umgebungslicht dimmen und aus Hololens eine VR-Brille machen. Bild: Microsoft

Sieht kompliziert aus, ist es bestimmt auch. Ein zusätzliches Modul soll das Umgebungslicht dimmen und aus Hololens eine VR-Brille machen. Bild: Microsoft

HEAD-MOUNTED DISPLAY WITH ELECTROCHROMIC DIMMING MODULE FOR AUGMENTED AND VIRTUAL REALITY PERCEPTION

2016-02-26 The technology provides a dimming module for a near-eye display, NED, device that controls an amount of ambient light that passes through the transmissive near-eye display to a user. The dimming module includes at least one electrochromic cell that enables variable density dimming so that the NED device may be used in an augmented reality (AR) and/or virtual reality (VR) application. The electrochromic cell may be a monochrome electrochromic cell having stacked layers of a monochrome electrochromic compound layer and insulator sandwiched between a pair of transparent substrates and conductors . A current may be applied to the conductor layers to control the amount of dimming in response to a dimming value. A NED device having a dimming module may be included in a visor , or other type of head-mounted display, HMD . The dimming module may be flat and supported by a flat waveguide mount in the user’s field of view.
| Featured Image: Microsoft | Source: Venturebeat