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Microsoft: Keine Virtual-Reality-Features für die Xbox one

von Matthias Bastian17. Juli 2016

Auf der E3 2016 kündigte Microsoft die neue Xbox-Konsole “Scorpio” an, die Ende 2017 auf den Markt kommt. Diese soll rückwärtskompatibel mit der Xbox one sein. Für neue Virtual-Reality-Funktionen gilt das nicht.

Auf der Spielemesse äußerte sich Microsoft erstmals zu den Plänen fürs Virtual-Reality-Gaming. Die kommende Scorpio-Konsole soll mit einer Leistung von circa sechs Teraflops ausreichend Power bieten, um hochwertige Virtual-Reality-Erlebnisse auf PC-Niveau zu ermöglichen. Eine eigene VR-Brille plant Microsoft indes nicht. Im Zuge der Vereinheitlichung von PC- und Konsolenplattform setzt Microsoft auf Partner aus der VR-Industrie. Sehr wahrscheinlich wird das Oculus VR sein; der Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey deutete das bereits an.

Denkbar ist auch, dass Microsoft alle gängigen PC-Brillen mit der neuen Xbox-Konsole kompatibel macht. VR-Spiele für den PC könnten dann über den Xbox-Store für Windows zugänglich sein und mit der Konsole genutzt werden.

Nicht genug Leistung: Keine VR-Brille für die Xbox one

Gegenüber “The Guardian” macht Xbox-Boss Phil Spencer klar, dass zukünftige Virtual-Reality-Features der neuen Konsole vorbehalten sind. Als Grund dafür nennt Spencer die fehlende Rechenleistung von bereits erhältlichen Konsolen. “Ich denke, dass die Leistungsfähigkeit aktueller Konsolen nicht für hochwertige VR-Erlebnisse ausreicht. Sie haben einfach nicht genug Power.” Man bräuchte mindestens die sechs Teraflops Leistung, die Scorpio biete. Damit spricht Spencer sowohl der aktuellen PS4 (circa 1,8 Teraflops) als auch der Neuauflage PS4-Neo (circa 4,2 Teraflops) die notwendige Rechenleistung für ansprechende VR-Erlebnisse ab.

Grundsätzlich scheint der Microsoft-Chef aber nicht davon überzeugt zu sein, dass Virtual Reality die Zukunft der Konsolenspiele ist. Man konzentriere sich sehr stark auf das, was Konsolenspieler wollen und VR wäre “etwas anderes”. “Andere sagen, dass VR die Zukunft der Konsolenspiele ist. Ich sage das nicht. […] Wir lassen uns nicht ablenken.”

Etwas enthusiastischer ist sein Kollege Mike Ybarra, der bei Microsoft die Entwicklung der Xbox-Live-Plattform verantwortet. Die Möglichkeiten von VR in Kombination mit Xbox Live seien “grenzenlos”, man würde gerade erst damit anfangen, diese auszuloten. “Unsere Teams prüfen, was möglich ist und wie wir es einsetzen können.”

| Source: The Guardian | Featured Image: Microsoft