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Microsoft: Mixed Reality für alle ab Jahresende – auch für Xbox?

von Matthias Bastian7. April 2017

Nach dem Rollout von Windows Mixed Reality plant Microsoft für die Zukunft und holt sich Verstärkung aus dem Hause Oculus ins Team.

Vergangene Woche stellte Microsoft Liz Hamren ein, die zuvor als Marketing-Chefin bei Oculus VR arbeitete. Hamren soll in Microsofts neu geformtem Mixed-Reality-Team das Produktmanagement übernehmen und die Geschäfte ankurbeln. Sie berichtet direkt an Yusuf Mehdi, Microsofts oberstem Online-Strategen.

Obwohl Microsofts neues Mixed-Reality-Portal ab sofort allen Windows-10-Nutzern zur Verfügung steht, haben nur einige ausgewählte Entwickler kompatible Endgeräte. Dass sich das bis Ende des Jahres ändern soll, geht aus einer internen E-Mail von Mehdi hervor.

“Eine unserer größten Wetten auf die Zukunft der Computer ist die Entwicklung einer neuen Mixed-Reality-Welt, die in großen Teilen von der Pionierarbeit an Hololens vorangetrieben wird”, schreibt Mehdi. “Wir bereiten uns auf das Weihnachtsgeschäft vor und starten eine neue Phase mit dem Ziel, die Mixed Reality zu jedermann zu bringen.”

Das neu geformte Marketing-Team habe die Aufgabe, Mixed Reality als eigenständige Kategorie zu etablieren. Der Bereich, so Mehdi, habe eine “wachsende Bedeutung”.

“Wir haben große, ambitionierte Pläne für Mixed Reality und den Einfluss, den es auf unsere Windows- und Hardware-Gruppen haben kann, eine persönlichere Computererfahrung zu entwickeln”, schreibt Mehdi.

Mixed Reality auch für die Xbox?

Ende des Jahres erscheint Microsofts neueste Version der Spielekonsole Xbox. Die wird sich aller Voraussicht nach nahtlos ins Windows-Ökosystem eingliedern und könnte demnach ebenfalls mit VR- und AR-Anwendungen kompatibel sein, die im Windows Store erscheinen.

Die neue Hardware bietet genug Leistung für aufwendig gerenderte VR-Welten und übertrifft mit rund sechs Teraflops Leistung deutlich Sonys Playstation 4 Pro, die erst im Herbst 2016 auf den Markt kam.

Dennoch dürfte Sony Microsofts Aktivitäten zumindest in Hinblick auf VR recht entspannt sehen. Zuletzt äußerten sich die Redmonder nicht mehr explizit über die mögliche Unterstützung einer Virtual-Reality-Brille.

Es scheint unwahrscheinlich, dass Microsoft schon zum Launch der Xbox eine gute VR-Lösung parat haben wird. Selbst wenn das gelinge, hätte Sony einen deutlichen Vorteil bei der installierten Nutzerbasis und der verfügbaren Software.

Die vormals angedeutete Unterstützung von Oculus Rift oder HTC Vive dürfte erst mal auf Eis liegen. Die Geräte sind bei der Einrichtung zu komplex und passen nicht ins Plug’n-Play-Paradigma der Konsolenwelt. Außerdem machen beide Hersteller keine Anzeichen, Windows Mixed Reality außerhalb der eigenen Stores zu unterstützen.

| Featured Image: Microsoft

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