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Microsoft und Intel kooperieren, Alloy VR-Brille kommt erst 2018

von Tomislav Bezmalinovic12. Dezember 2016

Microsoft und Intel möchten den PC-Markt stärken. Zu diesem Zweck haben sie eine breit angelegte Kooperation angekündigt. Die neue Initiative hört auf den Namen “Evo” und zielt unter anderem darauf ab, Virtual und Mixed Reality für den Massenmarkt erschwinglich zu machen. Intels VR-Brille Alloy mit Inside-Out-Tracking kommt später auf den Markt.

Microsoft will Virtual Reality massenmarktfähig machen, indem es die Einstiegshürde massiv senkt. Die Strategie des Unternehmens besteht darin, VR-Brillen als ein erschwingliches Zubehör für Windows-PCs zu vermarkten. Verschiedene Hardwarehersteller wie Acer und Asus werden die Windows-Brillen bauen, die nächstes Jahr ab einem Preis von 299 US-Dollar auf den Markt kommen.

Als Betriebssystem kommt Windows Holographic zum Einsatz, das ein standardisiertes Interface für VR- und AR-Brillen bietet. Zugleich senkt Microsoft die Mindestanforderungen an PC-Hardware. Diese wurden im November veröffentlicht und fallen sehr gering aus.

Windows Holographic soll für Intel-Prozessoren optimiert werden

Navin Shenoy von Intel schreibt in einem Blogeintrag, dass der Chiphersteller im Rahmen von Project Evo mit Microsoft zusammenarbeitet, um Windows Holographic für den Betrieb mit Core-Prozessoren der sechsten und siebten Generation zu optimieren. Bis Ende 2017 soll Windows Holographic verstärkt von den in den CPUs integrierten Grafikprozessoren profitieren. Auf diese Weise sollen VR-Anwendungen selbst auf Laptops ohne dezidierte Grafikkarte laufen.

Project Evo soll nicht nur für Anwender von Virtual Reality Vorteile bringen. Microsoft und Intel möchten die Spracherkennung von PCs verbessern. PCs sollen demnächst Sprachbefehle über eine größere räumliche Distanz verstehen. Außerdem soll die biometrische Authentifizierung via Windows Hello sowie bestehende Sicherheitssysteme verbessert werden. Auch Gamer dürfen sich freuen: Sie werden in Zukunft mit Windows Spiele streamen können.

Shenoys schreibt weiter, dass Intel mit Microsoft zusammen an Project Alloy arbeite. Das Referenzdesign von Intels autarker Mixed-Reality-Brille mit Inside-Out-Tracking wurde im August vorgestellt.

Wie es aussieht, könnte es noch eine ganze Weile dauern, bis die interessante Hardware auf den Markt kommt: Laut dem US-Techblog Venturebeat gab ein Intel-Mitarbeiter auf der VRX-Konferenz bekannt, dass die Mixed-Reality-Brille erst 2018 erscheint. Eigentlich war das kommende Jahr für die Auslieferung des Referenzdesigns angedacht. Zuletzt hieß es, dass ein rundum verbesserter Prototyp mit hochauflösenderen Trackingkameras bis Mitte 2017 als Open-Source-Projekt zur Verfügung gestellt wird.

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