Auf der CES 2018 präsentiert das Virtual-Reality-Startup Contact CI einen Handschuh, der mit künstlichen Sehnen virtuelle Berührungen simuliert.

Digility 2018

Für die Haptiksimulation setzen die Ingenieure des VR-Handschuhs “Maestro VR” auf künstliche Sehnen. Sie sind mit einem Motor verbunden, der am Unterarm festgeschnallt wird. Von dort aus laufen sie zu den einzelnen Fingergelenken. Passend zu Berührungen in der Virtual Reality aktiviert der Motor die künstlichen Sehnen und zieht so an den Fingern.

Anders als beispielsweise der Exoskelett-Handschuh Dexmo übt der Maestro-Handschuh dabei keine starken Gegenkräfte aus, sondern setzt auf subtile und gezielte Reize im richtigen Moment. Diese sollen bereits ausreichen, um das Gehirn davon zu überzeugen, dass zum Beispiel ein Knopf gedrückt wurde.

Laut einem Testbericht von der CES 2018 funktioniert dieses Prinzip “außerordentlich gut”: Man soll gar nicht mehr in die Versuchung kommen, durch ein virtuelles Objekt hindurchzugreifen, sondern zieht den Finger in dem Moment zurück, in dem das Gehirn das Signal für Berührung erhält – auch wenn man eigentlich nur in die Luft getippt hat.

Haptik-Technologie für die zweite Generation Virtual-Reality-Interface

In den Fingerspitzen sind zusätzliche Sensoren eingelassen, die die Oberfläche und die Textur eines digitalen Objekts simulieren. Die räumliche Erfassung der Handschuhe erfolgt mittels Valves Lighthouse-System samt Vive-Tracker.

Contact CI arbeitet schon seit rund zwei Jahren an Maestro VR, eine marktreife Version ist allerdings nicht in Sicht. Aber das ist auch nicht das Ziel des Startups: Es sucht nach Partnern für die Weiterentwicklung der Haptik-Technologie und möchte sie in die zweite Generation VR-Interface integriert sehen.

Mehr zum Thema haptisches Feedback für VR und AR könnt ihr in unserem VRODO-Stream zu Haptik-Experimenten lesen.

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