Vor einem Jahr testete ich die VR-App “V” für Oculus Rift, mit der sich in der Virtual Reality Fenster zu Facebook und Co. öffnen lassen. Nun ist ein großes Update für das Programm erschienen, das neue Funktionen und Vive-Unterstützung bringt. Ein kurzer Test zeigt, dass das Programm besser funktioniert als vor einem Jahr, in puncto Komfort und Bedienbarkeit aber nach wie vor zu wünschen übrig lässt.

Die App sollte man alleine schon deswegen ausprobieren, weil es nichts Vergleichbares gibt. In Bigscreen kann man zwar virtuelle Desktop-Fenster einblenden, dafür muss man jedoch in der App bleiben. Mit V öffnet man in jeder beliebigen VR-Anwendung Fenster zu Diensten wie Netflix oder Spotify und sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, um nebenbei Musik zu hören, Filme und Serien zu schauen oder mitzuverfolgen, was Freunde machen.

Ich habe das Programm mit Oculus Rift getestet, es funktioniert jedoch auch mit SteamVR. Nachdem man es von der offiziellen Internetseite heruntergeladen und installiert hat, muss man es im Hintergrund laufen lassen. Startet man eine VR-App, muss man mit dem Finger zweimal gegen das Gehäuse der VR-Brille klopfen, um V aufzurufen. Nun sieht man einen kleinen Kreis vor sich. Fokussiert man ihn, öffnet sich das Dashboard der App.

Noch in der Betaphase

Es zeigt kachelförmig diverse Webdienste, soziale Netzwerke und Google Chrome an. Mit Oculus Touch wählt man die gewünschte App aus, worauf ein Fenster erscheint, das man greifen und frei im Raum platzieren kann, wenn man es am äußerst schmalen Rand festhält. Will man sich in sein Benutzerkonto einloggen, erscheint unter dem Fenster eine virtuelle Tastatur zum Eintippen der Benutzernamens und des Passworts.

Dies war schwieriger als gedacht. Da die Tastatur kein Feedback zu Tastenanschlägen gibt und man beim Tippen von der Tastatur aufsehen muss, um zu erkennen, was man eingegeben hat, passieren immer wieder Tippfehler. Hat man es am Ende doch noch geschafft, kann es endlich losgehen.

Wie Fenster zur Welt

Ich habe Spotify, Netflix und Facebook ausprobiert und alle drei Anwendungen funktionierten einwandfrei, auch wenn sie sich mangels Touch-Optimierung nicht so gut bedienen lassen wie mit Maus und Tastatur. Dennoch: In eine laufende VR-App Anwendungen holen zu können, die es bislang nur außerhalb der Virtual Reality gab, fühlt sich an, als würde man Fenster zur Welt aufstoßen.

Hat man eine Tastatur griffbereit, kann man mittels Tastenkombinationen das Interface der App verbergen oder eine Anzeige für die Bildwiederholrate einblenden. Praktischer wäre, wenn man hierzu keine Tastatur bräuchte. Bei meinem Kurztest kam es zu Abstürzen und Bedienungskonflikten zwischen V und der laufenden VR-App. Mit etwas Eingewöhnung dürfte die Steuerung etwas leichter von der Hand gehen.

Mit “Dash” erscheint Anfang Dezember ein Rift-Update, das mit einem komplett neuen Interface für Oculus Home aufwartet und die gleichen Funktionen wie V bietet. Mehr Informationen zu Dash stehen hier.

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