Die VR-Video-Software Mixcast 2.0 soll den Dreh von aussagekräftigen Virtual Reality-Videos vereinfachen.

Virtual Reality online in Videos präsentieren, das ist alles andere als einfach: Der Brillenträger sieht ein bisschen doof aus und die Bilder, die man direkt aus der VR-Brille abgreift, sind wackelig und nervös. Das echte VR-Gefühl vermitteln sie nicht.

Dafür schon besser geeignet sind Mixed-Reality-Videos, bei denen der VR-Brillenträger in der virtuellen Welt gefilmt wird. So wird der Kontext seiner Aktionen viel besser deutlich.

Wie werbewirksam diese Videos sein können, zeigt der VR-Hit “Beat Saber”. Das Rhythmusspiel generierte zuerst bei Youtube Hunderttausende Klicks. Dann startete es bei den Verkaufszahlen durch. Schaut man sich eines der Videos an, weiß man, weshalb.

Mixed-Reality-Videos für jedermann

Doch die Produktion solcher Mixed-Reality-Videos ist recht aufwendig und nicht für jedermann möglich. Unter anderem braucht man einen gut ausgeleuchteten Greenscreen und die Streaming-Software ist nicht mit zwei Mausklicks eingerichtet. Man muss sich reinarbeiten und das schreckt viele ab.

Mit der VR-Video-Software Mixcast 2.0 der kanadischen Firma Blueprint Reality soll sich das ändern: Alles, was der VR-Streamer braucht, ist der VR-fähige PC, eine mit dem PC verbundene Videokamera und – na klar – die VR-Brille.

Ein Greenscreen ist nicht mehr zwingend notwendig: Die Software stellt den VR-Brillenträger in den Vordergrund und ersetzt den realen Hintergrund durch einen Rechentrick mit der virtuellen Umgebung.

Allein diese Funktion könnte die Produktion von Mixed-Reality-Videos in die Breite bringen, sofern der Effekt denn so gut funktioniert, wie angedeutet.

Videobearbeitung direkt in der App

Die neue Mixcast-Version bietet außerdem die Möglichkeit, Videos und Screenshots direkt in der App aufzuzeichnen. Bislang war dafür eine zusätzliche Anwendung notwendig. Sogar Zeitrafferaufnahmen sind möglich.

Videos können direkt im Bearbeitungsprogramm eingefügt und der reale Hintergrund durch die VR-Umgebung ersetzt werden. Für ein besseres Ergebnis lässt sich das Programm weiterhin mit Greenscreens oder Tiefenkameras kombinieren.

Zukünftige Mixcast-Updates sollen neue Bearbeitungswerkzeuge, integrierte Vertriebs- und Ausgabeoptionen sowie Unterstützung für mehr VR-Hardware und Kameras bringen.

Mixcast 2.0 ist für den Privatgebrauch kostenlos. Bei kommerzieller Verwendung fällt eine jährliche Gebühr von 49 US-Dollar an. Die aktuelle Version gibt es hier als Download.


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