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Mixed Reality: Leap Motion kombiniert VR und AR

von Carolin Albrand2. Juni 2015

Die ersten Versuche mit Virtual-Reality-Anwendungen sind für die meisten Nutzer eindrucksvoll. Jedenfalls solange, bis sie merken, dass sie nichts anfassen geschweige denn die eigenen Hände sehen können. Leap Motion ist ein Unternehmen, das für diese Problematik eine Lösung entwickeln will. Ein Kamera-Tracking-System, das an jede VR-Brille angebracht werden kann, überträgt in Echtzeit die Bewegung der eigenen Hände in eine VR-Anwendung und erlaubt sogar die Interaktion mit der virtuellen Welt. Ein weiterer Vorteil des Systems: Die Kamera ermöglicht dem Anwender einen Durchblick durch die verschlossene VR-Brille und bietet somit eine Orientierung im echten Raum, ohne das dieser zuvor die VR-Brille absetzen muss.

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Leap Motion veröffentlicht neue Entwickler-Demo mit verbessertem Hand-Tracking

Erste Versionen der Leap-Motion-Lösung waren bereits vielversprechend, allerdings noch nicht perfekt. Die meisten Anwender beklagten in erster Linie, dass die gezeigten digitalen Hände sich nicht wie die eigenen anfühlten und so die gewünschte Immersion nie ganz einsetzte. Mit der neu veröffentlichten Version von Leap Motion scheint dieses Problem gelöst: Die Software kann nun über ein neuartiges Kamerasystem Originalaufnahmen der eigenen Hände in die digitale Welt projizieren. Auf diese Art kombiniert Leap Motion Ansätze aus Augmented und Virtual Reality. Dabei stimmt auch die Darstellung in der Tiefe, so dass der Nutzer die virtuellen Hände in der korrekten Position im Verhältnis zum eigenen Körper und Bewegungsradius wahrnimmt. Für das Hand-Tracking setzt das Unternehmen auf ein hybrides Kamerasystem bestehend aus Infrarot- und Dual-Kameras, das Tele- und Weitwinkelaufnahmen kombiniert. Zusätzlich haben die Entwickler ein dynamisches Feedback hinzugefügt: Berührt die virtuelle Hand einen virtuellen Gegenstand beginnt sie zu leuchten. Optische Signale wie diese sollen dem Nutzer dabei helfen sich in der virtuellen Welt optimal zu orientieren. Außerdem soll so die fehlende Haptik von virtuellen Objekten wenigstens ansatzweise ausgeglichen werden, um dem Nutzer ein verbessertes Gefühl von Präsenz in der virtuellen Realität zu geben. Insbesondere die Navigation von Menüs könnte durch diesen neuen Ansatz verbessert werden.

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| SOURCE: Leap Motion Blog
| IMAGES: Leap Motion

 

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