Ein VR-Startup aus der Schweiz baut einen waschechten Mixed-Reality-Tischkicker und haucht dem Traditionsspiel neues Leben ein.

VR ist nicht sozial und Anfassen geht auch nicht? Muss nicht so sein: Das Schweizer VR-Startup Kynoa zeigt, dass das neue Medium beides bietet, wenn man es clever mit der Realität vermischt.

Es entwickelte den Mixed-Reality-Tischkicker “Koliseum Soccer VR”, bei dem die Spieler an einem echten Kickertisch stehen, aber mit der VR-Brille ein rein virtuelles Spielfeld sehen. Das ist die Tischkicker-Version der Highend-VR-Spielhalle “The Void” (Testbericht).

Insgesamt sind vier Rift-Trackingkameras auf der verschlossenen Tischoberfläche eingelassen, die die Kopf- und Oberkörperbewegungen der Spieler erfassen. So können sie sich in VR gegenseitig als schemenhafte Avatare sehen. Wie am echten Tisch kickern bis zu vier Spieler gleichzeitig.

Durch die Zusammenführung eines realen Tisches mit einem Virtual-Reality-Computerspiel bietet der VR-Kicker das Beste aus beiden Welten: Ein haptisches Spielgefühl mit den fantastischen Möglichkeiten rein virtueller Umgebungen.

Laut den Entwicklern können bei Koliseum Soccer VR ganze Turniere organisiert werden. Zuschauer ohne VR-Brille verfolgen Live-Übertragungen der Matches auf einem herkömmlichen Monitor.

Kynoa bietet den Mixed-Reality-Kicker Unternehmen als Marketing-Attraktion für Messen oder VR-Spielhallen und anderen ortsbasierten Unterhaltungsangeboten an. Das größte Problem bei der unüberwachten Massennutzung in Spielhallen dürfte wohl die recht filigrane Technologie sowie die Gesichtshygiene sein. Die verschwitzten Gesichtspolster müssen dringend nach jedem Match ausgetauscht werden.


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