Wenn in rund fünf Jahren der erste Laien-Astronaut den Mond umrundet, soll die Menschheit live dabei sein: mit der VR-Brille.

Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa (42) soll der erste Privatmann werden, der den Mond umrundet. Ausgewählt wurde Maezawa von SpaceX-Chef Elon Musk. Er sei abenteuerlustig und bezahle “sehr viel Geld” für den Trip in der “Big Falcon Rocket” – so heißt Musks Mondrakete.

Weltraumtouristen gab es schon einige, aber keiner von ihnen kam dem Mond so nahe wie es Maezawa gelingen soll. Der letzte bemannte Raumflug in die Nähe des Mondes fand 1972 bei der “Apollo 17”-Mission statt.

Begleitet wird Maezawa bei seine Mondumrundung laut Musk von … uns. Und zwar durch die VR-Brille.

Bei Twitter kündigt der Tech-Milliardär einen “hochauflösenden Virtual-Reality-Livestream” an, der das Gefühl vermitteln soll, mit an Bord zu sein – “minus einige Sekunden wegen der Lichtgeschwindigkeit”.

Zur technischen Umsetzung äußert sich Musk nicht, aber bis 2023 bleibt ja noch eine Menge Zeit. Womöglich richtet es das SpaceX-Satellitennetz, das gerade getestet und laut Musk ab 2019 im großen Stil ausgerollt wird.

Es soll bis zu ein Gigabit pro Sekunde pro Nutzer liefern – das dürfte für ein qualitativ hochwertiges 360-Grad-Video ausreichen, bis dahin eventuell sogar mit etwas mehr Bewegungsfreiraum als nur die Kopfdrehung.

Vielleicht gibt es in so ferner Zukunft sogar VR-Brillen mit Massenmarktpotenzial. Eine Inszenierung in dieser Größenordnung könnte das Interesse vieler Menschen wecken.


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