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MSI zeigt Rucksack-PC für Virtual Reality *Update: HP auch*

von Matthias Bastian27. Mai 2016

Update:

HP folgt MSI und Zotac. Über die verbaute Hardware ist noch nichts bekannt, außer dem mittlerweile standardmäßig verbauten i5 / i7 Prozessor und 32GB Arbeitsspeicher. Die im Rucksack integrierte Batterie soll etwa eine Stunde halten. Damit man den Rechner für den Batteriewechsel nicht herunterfahren muss, ist eine zweite Mini-Batterie verbaut. Teil des Pakets sollen außerdem ein kabelloses Maus- und Tastatur-Set samt Display sein. HP will die ersten Demoeinheiten im kommenden Monat ausführlich testen.

HPs Virtual-Reality-PC im Rucksack. Bild: HP

HPs Virtual-Reality-PC im Rucksack. Bild: HP

| Via: The Verge

Ursprüngliche Meldung:

Auf der kommenden Computex-Messe ab dem 31. Mai zeigt MSI auch einen schnellen Rechner, den sich VR-Nutzer auf den Rücken schnallen können.

Wer mit den aktuellen PC-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive hantiert, kennt das Problem: Kabel, Kabel, Kabel, soweit das Auge reicht. Wer beide Brillen an einen PC anschließt, der hat bis zu fünf zusätzliche, lange Kabel herumfliegen. Noch gravierender ist es, speziell bei Room-Scale-VR mit HTC Vive, dass die Verkabelung die Bewegungsfreiheit im virtuellen Raum einschränkt. Wäre es also nicht praktisch, wenn man VR-Brille und PC in bester Ghostbusters-Manier einfach auf den Rücken schnallen und anschließend wieder verstauen könnte?

Das denkt sich auch MSI und zeigt auf der eigenen Webseite einen Rucksack-PC, der “limitierte Bewegungsfreiheit und Kabelprobleme in der aufregenden virtuellen Realität” vergessen machen soll. Die VR-Ready-Spezifikationen scheint der Rucksackrechner zu erfüllen, verbaut sind ein i7-Prozessor und eine Grafikkarte der 980er-Serie. Ob es sich dabei um die Desktop-Chips oder die langsameren Notebook-Versionen handelt, ist derzeit nicht bekannt.

Die Idee mit dem Rucksack-PC ist nicht neu. Ursprünglich inspiriert von VR-Spielhallen wie The Void, stellte auch Zotac bereits einen mobilen PC vor, der dem Kabelsalat ein Ende bereiten soll. Die sogenannte Zbox, die in den Rucksack eingelegt wird, erfüllt dabei die VR-Ready-Spezifikationen von Oculus VR und HTC. Im Rucksack ist außerdem ein Akku integriert.

Die Rucksack-PCs werden wohl nur eine etwas hölzerne Zwischenlösung sein, die in ein paar Jahren belächelt wird – nämlich dann, wenn mobile VR-Brillen auf einem hohen Niveau arbeiten oder die Daten zwischen VR-Brille und PC einfach kabellos ausgetauscht werden. Eine Reihe an Unternehmen experimentieren bereits mit entsprechenden Streaming-Lösungen.

Wer allerdings jetzt eine schnelle Lösung für das Kabelproblem sucht und ohnehin einen neuen Rechner für HTC Vive braucht, für den könnten die tragbaren Rechner durchaus interessant sein. Speziell im Business-Kontext, beispielsweise auf Messen, gibt es sinnvolle Anwendungsszenarien. Weder vom MSI-Rucksack noch von der Zotac-Lösung sind bislang Preis und Veröffentlichungsdatum bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass der kleine Formfaktor auch mit einem Premiumpreis versehen wird.

| Source: MSI | Featured Image: MSI