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MyVR zeigt die Richtung an, in die soziale Netzwerke gehen könnten

von Tomislav Bezmalinovic31. Oktober 2016

“MyWebRoom” ist ein soziales Netzwerk, auf dem man anstatt eines Profils einen virtuellen Wohnraum einrichtet und mit anderen Nutzern teilt. Nun hat das gleichnamige Unternehmen seine browserbasierte Anwendung um eine Version für die virtuelle Realität erweitert.

Die Anwendung lässt den Nutzer aus einer großen Zahl an virtuellen Einrichtungsgegenständen wählen. Danach können diese mit sogenannten Interest Feeds verknüpft werden: Ein Klick auf das Bücherregal führt dann zum Beispiel zu persönlichen Buchempfehlungen oder lesenswerten Artikeln im Internet. Auf diese Weise spiegeln die Räume die Persönlichkeit des Nutzers wider und geben einen Überblick über dessen Interessen. MyWebRoom ist somit eine Art verräumlichtes Facebook-Profil.

Die grafische Oberfläche der Anwendung ist zwecks Übersichtlichkeit sehr einfach gehalten: sowohl die Räume als auch die Gegenstände sind zweidimensional. Dennoch zeigt die Anwendung die Richtung an, in die soziale Netzwerke zukünftig gehen könnten, wenn Virtual Reality im Massenmarkt ankommt und das Paradigma räumlicher Visualisierung durchsetzt. Soziale Profile würden dann zu umfassenden, dreidimensionalen Hubs werden, die alle anderen Medienangebote integrieren.

HTCs Viveport-Plattform verfügt mit “Vive Home” bereits über eine virtuelle Umgebung, die man individuell gestalten kann und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Oculus für seine Verkaufsplattform ähnliche Funktionen anbieten wird. Die Facebook-Tochter hat auf der Oculus Connect neue Social Features für Oculus Home angekündigt und eindrucksvoll demonstriert, wie soziale VR-Anwendungen in der Zukunft aussehen könnten.

MyVR ist für Google Cardboard konzipiert und seit kurzem auf Google Play erhältlich. Eine Version für iOS und Samsung Gear VR soll in den kommenden Wochen erscheinen.

| Featured Image: Mywebroom