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Nagomis Earcleaning VR: Ohrenreinigung in Virtual Reality

von Matthias Bastian8. Juli 2016

Ohrenschmalz ist eine biologische Notwendigkeit. Hat man aber deutlich zu viel von der gelben Substanz im Ohr, dann drohen verstopfte Gehörgänge und fiese Kommentare. Von Zeit zu Zeit eine professionelle Ohrensäuberung durchführen zu lassen, kann daher nicht schaden. In Japan ist “Mimikaki” offenbar sogar ein kultureller Bestandteil von Beziehungen, der vereinzelt auch in einen Fetisch resultiert.

Auf der Anime Expo 2016 in Los Angeles präsentierten Entwickler eine virtuelle Ohrensäuberung namens “Nagomi’s Earcleaning VR”. Dabei sieht man in der VR-Brille eine Anime-Dame, die sich rein virtuell dem Ohrenschmalz annimmt. Für maximale Authentizität wird 3D-Audio eingesetzt, man hört also immer ganz genau, an welchem Ohr sich die gute Nagomi gerade zu schaffen macht. Der Ton ist offenbar darauf ausgelegt, Menschen mit ASMR-Neigung glücklich zu machen. Das komplette Erlebnis ist sogar in eine Story eingebettet. Einen Hands-on-Bericht in Englisch gibt es hier, der Autor beschreibt das Erlebnis als “seltsam, aber sehr entspannend”. Die kostenlose App gibt es sowohl für Android als auch iOS.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis jemand auf die Idee kommt, aus der App ein Mixed-Reality-Erlebnis zu machen. Dafür braucht es nicht viel: Während man in Virtual Reality auf der Matte liegt, führt im gleichen Moment eine reale Dame oder ein Herr einen Q-Tipp ins Ohr ein. Das “The Void” der Ohrensäuberung, sozusagen.

| Source: VRScout | Featured Image: Nagomis Earcleaning VR (Screenshot bei YouTube)