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Neu im Oculus-Store für Gear VR: Floor Plan und Please, Don´t touch Anything

von Carolin Albrand29. Mai 2016

Diese Woche gibt’s gleich dreimal hochwertige Software für Samsung Gear VR, die insbesondere Fans von Rätsel- und Knobelspielen gefallen werden.

Floor Plan

Die Grundidee von Floor Plan ist schnell erklärt: Man verbringt das gesamte Spiel in einem virtuellen Fahrstuhl, der auf Knopfdruck zwischen verschiedenen Etagen wechselt. Immer wenn sich die Fahrschultür öffnet, gibt es eine neue 3D-Umgebung mit verschiedenen interaktiven Elementen zu sehen. Jede dieser Umgebungen birgt eine neue Rätselaufgabe, die aber nur gelöst werden kann, wenn man die Gegenstände aus verschiedenen Ebenen miteinander kombiniert.

So findet man beispielsweise in einer Etage, in der Bauarbeiten stattfinden, eine Schaufel. Die sammelt man ein und fährt damit in die Lounge. Dort kann man sie im Kaminfeuer anzünden, um mit dem Feuerchen auf einer anderen Etage einen Schneemann zu schmelzen, der daraufhin einen Hut fallen lässt, der auf einer neuen Etage des Rätsels Lösung ist – und so weiter. Am Anfang lösen sich die Rätsel fast von selbst, aber die Komplexität nimmt schnell zu, ohne den Spieler zu überfordern. Floor Plan macht jede Menge Spaß, ist liebevoll und mit vielen Details gestaltet und außerdem mit Blick- und Touchpad-Steuerung gut zu bedienen. Außerdem passt das Spielkonzept gut zu den Möglichkeiten des neuen Mediums, denn “sich umschauen” wird hier belohnt.

Der Preis von 6,99 Euro ist zwar eher an der oberen Grenze, aber Floor Plan gehört definitiv zu den besten Apps, die man derzeit für Gear VR bekommen kann.

Please, Don´t Touch Anything

Ganz alleine in einem Raum, hat man nur eine Aufgabe: Den roten Knopf nicht zu drücken. Was macht man also als Erstes? Richtig, den roten Knopf drücken. Der ein oder andere Spieler kennt das ausgefallene Rätselspiel vielleicht vom PC, damals erschien der Titel aber noch komplett in einem eher biederen 2D-Gewand. Für die Virtual-Reality-Version, die sowohl für Samsung Gear VR als auch Oculus Rift erhältlich ist, ergibt das natürlich keinen Sinn und so wurde die Optik ordentlich aufgehübscht und erstrahlt jetzt im neuen 3D 360-Gewand. Das Spiel bleibt der gleiche schräge Mix aus schrägem Humor, abgefahrener Musik und richtig harten Denksportaufgaben. Das ist keine Untertreibung: Schon nach wenigen Minuten graben sich tiefe Falten in eure Denkerstirn – die Rätsel haben es in sich. Wer darauf keine Lust hat, der wird an dem Titel keine Freude haben.

Gesteuert wird das Spiel komplett mit Blicken und dem Touchpad der mobilen VR-Brille. Für Fans von komplexen Knobeleien und abgefahrenem Humor ist Please, Don´t Touch Anything ein Pflichtkauf, der im Preis-Leistungs-Verhältnis von rund 8 Euro durchaus fair ist.

Photon Strike

Das Spielprinzip von Photon Strike zu erklären, ist eine Kunst für sich, zugegeben. Ich versuche es mal: Via Blicksteuerung muss man “Raumschiffe”, die als kleine Pfeile symbolisiert werden, von einer Basis in die nächste schicken. Der Gegner verfolgt die gleiche Strategie – trifft man innerhalb einer Fläche aufeinander, gewinnt immer die Mehrheit. Ziel ist es, möglichst viele dieser Flächen zu belagern. Klingt kompliziert, ist es auch und in der Durchführung ziemlich hektisch. Dennoch hat Photon Strike durchaus Unterhaltungswert und wird fast verschenkt.