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Neue 360-Kamera “Orah 4i”: Livestreaming in 4K und 360-Grad

von Matthias Bastian7. April 2016
Tech Facts / Datenblatt
Preis

Pre-Order 2995 US-Dollar

Release

Dezember 2016

Größe und Gewicht

80 x 70 x 65 mm
3.1 x 2.7 x 2.5 inches
0.5 kg

Auflösung

4K @ 30 fps Livestreams
2048 * 1536 Pixel individuelle Videoauflösung

Sound

Vier HDR-Mikrofone, 360-Audio

Stromquelle

48V via POE
im Pre-Order-Packet keine Batterie enthalten

Prozessor

Intel CPU

Grafikprozessor

NVIDIA GPU

Video Format

360° full spherical mit bis zu 4800 x 2400 @30FPS
5 bis 25 Mbps
Equirectangular, weitere Formate werden ergänzt
H264 High, Main oder Baseline Profil
RTMP

Optik und Linsen

Fisheye 4 x f2.0 8-Layer MC Glass
Hardware synchronisiert

Bildsensor

4 x Sony EXMOR™
Videoprozessor:
2 x Ambarella™ Prozessor
Automatischer Weißabgleich
Belichtungsautomatik

Features

- Live-Stitching mit externer Rechnereinheit (im Lieferumfang)
- Livestreaming
- Hitzeausgleich für längere Streaming-Sessions
- 120GB SSD integriert
- sehr kompakt, komplette Hardwaresynchronisation der Linsen
- Kompatibel mit gängigen Videoplattformen wie YouTube, Facebook und Vrideo

Videostitch, Hersteller der gleichnamigen Software für das Zusammenführen von 360-Aufnahmen, steigt in den Kameramarkt ein. “Orah 4i” kann 360-Aufnahmen live “stitchen” und mit 4K-Auflösung streamen.

Damit das gelingt, wird die “Orah 4i” mit einer eigenen “Stitching-Box” ausgeliefert, die mit einem Netzwerkkabel mit der Kamera verbunden wird. Für Außenaufnahmen kann die Stitching-Box auch mit einem Akku betrieben werden. In der Box sind eine leistungsfähige Intel-CPU sowie eine Nvidia-GPU verbaut samt 120GB SSD-Speicher.

Das Bild der vier Fischaugen-Linsen (f/2.0) mit Sony EXMOR-Sensor wird über das Ethernetkabel direkt an die Box geleitet. Dort wird es live zusammengefügt und auf Wunsch kabellos mit 4K und 30 Bildern pro Sekunde zu VR-Brillen gestreamt. Eine Option, die ansonsten nur die 55.000 US-Dollar teure Profikamera “Ozo” von Nokia bietet – die kann das allerdings in 3D, ein wichtiges Feature, das der Orah-Kamera leider fehlt. Für immersiven Sound gibt es vier integrierte Mikrofone, die die Tonkulisse passend in 360-Grad aufzeichnen. Der Versatz für das Post-Processing der sphärischen Videos (360°) liegt bei etwa 30 Sekunden.

Orah 4i - neue 360-Kamera mit Livestreaming-Feature

Deutlich kompakter als GoPro-Rigs ist die Orah 4i. BILD: Videostitch

Laut ersten Tests ist die Qualität der Aufnahmen vergleichbar mit 360-Videos, die mit GoPro-Rigs produziert wurden. Allerdings ist die kleine Kamera, ganz im Gegensatz zu den GoPro-Lösungen, auf eine möglichst einfache Bedienung ausgelegt. Die Pre-Order der “Orah 4i” läuft noch bis Demzember 2016. Das Ger#t kostet inzwischen 2995 US-Dollar.

In der Preisklasse dürfte die “Orah 4i” in erster Linie für Dienstleister und Agenturen interessant sein, die keine Geduld mehr dafür haben, sich mit vier und mehr einzelnen GoPro-Kameras herumzuärgern und die großen Wert auf Livestreaming legen. Leider bietet auch die “Orah 4i” keine Aufnahmen in 3D und mit 60 Bildern pro Sekunde. In 3D wirken 360-Bilder deutlich glaubhafter, das zahlt auf die Immersion der Rundumvideos ein.

Für Einsteiger in 360-Videos und Hobbyfilmer bieten sich günstigere Lösungen wie die demnächst erhältliche Samsung Gear 360 (ca. 350 bis 400 Euro) oder ein Modell der Rico Theta Serie an. Vorbestellungen für die “Orah 4i” werden direkt auf der Webseite des Herstellers angenommen.

Letzte Aktualisierung am 5.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

| Featured Image: Videostitch (Screenshot bei YouTube)
| VIA: The Verge, UploadVR, Road to VR