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Neue Augmented-Reality-Technologie der US-Army vernetzt Soldaten

von Matthias Bastian27. Mai 2017

Die neue “Tactical Augmented Reality”-Brille für US-Soldaten sieht so aus, als sei sie direkt einem Videospiel entsprungen.

Bei einer Ausstellung der neuesten Forschungstechnologien demonstrierte das Pentagon Labor “Tactical Augmented Reality” (TAR). Eine Kombination aus verschiedenen Technologien vernetzt Soldaten visuell in Echtzeit und unterstützt sie so bei Missionen.

Laut der US-Army revolutioniert TAR, wie Soldaten während eines Einsatzes auf Informationen zugreifen und miteinander kommunizieren. Die Grundlage ist ein in den Kampfhelm eingelassenes Okular, das mit einem Tablet am Gürtel des Soldaten verbunden ist.

Wie in einem Videospiel markiert das Augmented-Reality-System Verbündete und Gegner, legt in Echtzeit 3D-Karten der Umgebung ins Sichtfeld des Soldaten und scannt aus sicherer Distanz Objekte und Personen.

Spezialdisplay Marke Eigenbau

Das TAR-System ist mit einer Wärmebildkamera an der Waffe des Soldaten verbunden, sodass er mit dieser beispielsweise um eine Ecke deuten und sehen kann, was sich dahinter verbirgt. Auf Basis der Videobilder kann das TAR-System die Distanz des Gegners einschätzen oder die Information an verbündete Soldaten weiterleiten.

Ziel von TAR ist eine verbesserte situative Aufmerksamkeit, sodass Soldaten sicherer durchs Schlachtfeld navigieren können. Das Gerät soll in Zukunft GPS-System und Nachtsichtbrille ablösen.

Interessant ist die verwendete Displaytechnologie, die laut einem ersten Hands-on der Webseite Ars Technica hochauflösende Farbbilder selbst bei sehr hellen Hintergründen kontrastreich ins Sichtfeld des Helmträgers projizieren kann.

Das Display soll dabei nur ein Zoll klein sein und ist eine Spezialanfertigung. Womöglich findet die verwendete Technologie über kurz oder lang ihren Weg in Geräte für Endverbraucher. Im folgenden Video sieht man, wie sich die US-Army den Einsatz von TAR vorstellt.

| Featured Image: US Army CERDEC

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