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Neue Erzählformen in der Virtual Reality: Aus Film wird Spiel wird VR?

von Matthias Bastian20. Oktober 2016

Update:

Weitere Karten für einen Unkostenbeitrag von 28 Euro sind hier verfügbar.

Ursprünglicher Artikel:

Aktuell gibt es zwei Arten von Inhalten, die wir mit der VR-Brille ansehen: 360-Videos und am Computer gerenderte Sequenzen.

Es ist eine der Diskussionen, die die VR-Szene derzeit spaltet: VR-Puristen sehen das 360-Video skeptisch und akzeptieren es bestenfalls als Brückenlösung, bis am Computer generierte Welten ein fotorealistisches Niveau erreichen oder neue Kameratechnologien auf den Markt kommen, die raumfüllende Videos aufzeichnen können. Produzenten von 360-Videos hingegen argumentieren, dass die Rundum-Erlebnisse ebenfalls interaktiv und immersiv sind und somit zurecht ihren Platz in der Virtual-Reality-Branche einnehmen.

Doch was wäre, wenn man diese Diskussion einmal beiseite legt und stattdessen darüber nachdenkt, wie man beide Ansätze miteinander verbinden kann? Genau das ist das Ziel der Veranstalter der i4c-Konferenz am 29. Oktober in München. An diesem Tag diskutieren Fachleute, wie Cinematographie, Games und Virtual Reality zu einer neuen Erzählform verschmelzen können und welche Geschäftsmodelle dadurch entstehen.

Tickets gibt es bei Xing, der Unkostenbeitrag liegt bei 28 Euro. Das vollständige Programm steht hier. Alle Vorträge werden auf Englisch gehalten.

Die “i4c – Content Creation for Virtual Worlds” ist eine Veranstaltung des Bayerischen Filmzentrums in Zusammenarbeit mit den Bavaria Studios, der Hochschule für Fernsehen und Film München, dem Creative Europe Desk München und WERK1, mit Unterstützung von Games/Bavaria und Games Bavaria Munich e.V., ermöglicht durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Die Referenten der i4c sind:

Jeff Gomez (Starlight Runner Entertainment, USA) ist schon seit Jahrzehnten als Storyteller und Transmedia Produzent erfolgreich. Sein Background als Gamedesigner ließ ihn schon einige Storywelten entwickeln und er prägte viele Blockbuster-Welten, wie zum Beispiel Disneys „Fluch der Karibik“ oder James Camerons „Avatar“. Jeff Gomez hat entscheidend zum VR Writers’ Room White Paper über Erzählformen im Virtual-Reality-Sektor beigetragen. In seiner Keynote wird er über den Zusammenhang zwischen Gamedesign und narrativen Strukturen in virtuellen Realitäten sprechen.

Ebenfalls eine Brücke zwischen Film und VR schlägt The Rogue Initiative, ein Studio in Los Angeles, das sich Regisseur und Produzent Michael Bay („Transformers“) an Bord geholt hat. Hrish Lotlikar, Co-Founder und Chief Business Developer, wird über das besondere Geschäftsmodell sprechen und Einblicke in die ersten geplanten Produktionen geben.

Emmy-Preisträger und VFX Producer Jan Fiedler (Pixomondo) stellt das Projekt „Dreamsphere 360“ vor, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Medien Stuttgart entstanden ist. Das Projekt verbindet live action mit full CG VR.

„Sonar360“ lief als eine der ersten deutschen künstlerischen VR Produktionen überhaupt auf zahlreichen internationalen Film- und VR Festivals. Philipp Maas, Regisseur und Produzent, arbeitete im Anschluss an die Produktion fast ein Jahr für Oculus Story Studio und kehrt mit interessanten Einblicken und Erfahrungen zurück. In seiner Präsentation berichtet er über seine Erfahrungen zwischen den Welten VR und Film.

Außerdem werden Dominic Eskofier von NVIDIA, Hervé Leborgne und Emmanuel Laurent von Eonreality, Daniel Sproll von realities.io und Sylke Rene Meyer (Drehbuchautorin und Regisseurin) Einblicke in ihre Arbeit geben.

| Featured Image: i4c