Auf der “Game Developers Conference” 2015 hat Sony seine aktuelle Version der VR-Brille “Morpheus” vorgestellt. Das vorerst PS4-exklusive Headset wurde technisch runderneuert und ist nun ein ernst zunehmender Konkurrent für Oculus Rift und Co. Unter anderem hat Morpheus nun statt einem 5-Zoll-LCD-Display ein 5.7-OLED-Display mit 1080p. Laut Sony soll das neue Display einen größeren Bildausschnitt bei geringer (ungewollter) Bewegungsunschärfe ermöglichen. Ebenfalls kritisch für ein glaubhaftes VR-Erlebnis sind die Latenz, die gegenüber dem ersten Prototypen halbiert wurde und nun unter der kritischen Grenze von 20 Millisekunden liegt, und eine akkurate Aufzeichnung von Bewegungen. Dafür hat Sony weitere LEDs am Headset integriert, die von einer Kamera erfasst und digital in passende Bewegungen umgewandelt werde können.

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Lebensechte Wiedergabe von Bewegungen

Außerdem wurde die maximale Bildwiederholrate verdoppelt: Morpheus kann nun 120HZ und könnte somit theoretisch PS4-Spiele, die mit 120 Bildern pro Sekunde laufen, nativ wiedergeben. Der optische Eindruck bei Bewegungen im Bild sollte damit realitätsnah sein. Das ist allerdings reine Theorie, denn viele Konsolen-Spiele schaffen bisher nicht einmal ein Viertel der Bilder pro Sekunde (30FPS). Ein deutliches Zeichen dafür, dass Sony Morpheus als langfristiges Projekt angelegt hat und die Anbindung an die Playstation 4 nur den ersten Gehversuchen dient.

Morpheus soll im ersten Halbjahr 2016 erscheinen. Ein genaues Datum sowie ein Preis sind bisher nicht bekannt. Weitere Veränderungen bei den technischen Spezifikationen, am Design und der Benutzerfreundlichkeit sind wahrscheinlich.

Aktuelle Informationen und Details zu Morpheus im VR-Brillen-Vergleich.

Quelle + Bild: Sony


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