Das für seine Insta360-Kameras bekannte chinesische Unternehmen Shenzhen Arashi Vision drückt die Preise für Profigeräte: Der Nachfolger der Insta360 Pro bietet Aufnahmen in 3D und 8K-Auflösung zu einem weitaus tieferen Preis als die Konkurrenz.

Das Gerät hat sechs Fischaugenobjektive verbaut, die eine stereoskopische Sphäre mit einer Auflösung von bis zu 7.680 mal 7.680 Bildpunkten pro Auge bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Stereoskopische 360-Grad-Fotos können mit einer Auflösung von bis zu 12.000 Bildpunkten pro Auge aufgenommen werden.

Livestreaming ist ebenfalls möglich: Dieser Aufnahmemodus bietet eine maximale Auflösung von 3.840 mal 3.840 Bildpunkten pro Auge bei 30 Bildern pro Sekunde (wahlweise 2D oder 3D). Praktisch: Das Video wird parallel in einer höheren Auflösung aufgezeichnet und kann später in dieser Qualität nachbearbeitet werden.

Das Gewicht der Kamera beträgt 1,55 Kilogramm, der Durchmesser circa 14 Zentimeter. Der Akku kann dank Hot-Swap-Unterstützung ausgetauscht werden, während die Kamera läuft.

Die vier integrierten Mikrofone sorgen für authentischen Raumklang. Das Gerät bietet ferner sechs Steckplätze für MicroSD-Speicherkarten (einer pro Kameralinse) und eine SD-Speicherkarte.

Fernsteuerung aus bis zu 300 Metern Entfernung

Das Startup will ein grundlegendes Problem von 360-Grad-Drehs gelöst haben: Dank einer neu entwickelten Übertragungstechnik (“Farsight”) können VR-Filmer die Kamera aus einer Entfernung von bis zu 300 Metern fernsteuern und auf einem Bildschirm latenz- und störungsfrei nachverfolgen, was die Kamera filmt – ohne Gefahr zu laufen, von den Kameralinsen erfasst zu werden. Der Sender und Empfänger sind im Preis inbegriffen.

Eine vom Unternehmen entwickelte Bildstabilisierungstechnik ermöglicht VR-Filmemachern zudem, rüttelfreie 360-Grad-Videos aufzunehmen: Ein Gyroskop registriert Kamerabewegungen auf insgesamt neun Achsen und stabilisiert das Bild in Kombination mit eigens entwickelten Algorithmen.

Vereinfachte Arbeitsprozesse

Das Gerät wartet mit einem vereinfachten Stitching- und Bearbeitungsprozess auf – aber nur wenn man Adobe Premiere Pro nutzt.

Beim Aufnehmen werden die Bilder der sechs Linsen parallel in einer niedrigeren Auflösung gespeichert. Adobes Filmbearbeitungsprogramm erkennt das Dateiformat und vernäht die Einzelaufnahmen, was die Nachbearbeitung und den Schnitt des Filmmaterials beschleunigt.

Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, werden die Änderungen automatisch auf das hochaufgelöste Material übertragen.

Das Unternehmen will außerdem ein 360-Grad-Format entwickelt haben, mit dem sphärische Filme mit einer Auflösung von bis zu 8K auf Geräten wie Oculus Go und Samsung Gear VR abgespielt werden können.

Street-View-Filmer dürfen sich zudem über ein eingebautes GPS-Modul freuen, das GPS-Metadaten aufzeichnet und automatisch mit den Videoaufnahmen verknüpft.

Die Insta360 Pro 2 kostet 5.599 Euro. Bestellungen sind ab sofort im Insta360-Shop oder beim deutschen Vertriebspartner Solectric möglich. Mehr Informationen zur Kamera gibt es auf der offiziellen Internetseite.

Vergleichbare Profikameras sind Yi Halo (20.000 US-Dollar) und Jaunt One (95.000 US-Dollar).

| Featured Image: Shenzhen Arashi Vision

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