Am 14. August wird auf der Siggraph-Konferenz eine neue StarVR-Brille vorgestellt. Das lässt sich seit kurzem der offiziellen Internetseite entnehmen (siehe Titelbild). VR-Enthusiasten dürfen gespannt sein, ob die Hersteller einen Strategiewechsel vollziehen und ein Highend-Gerät für Konsumenten auf den Markt bringen, um Pimax unter Druck zu setzen.

StarVR wird gemeinsam vom schwedischen Publisher Starbreeze und dem taiwanesischen Hardwarehersteller Acer entwickelt. Das Alleinstellungsmerkmal des Geräts sind die Highend-Spezifikationen: In der VR-Brille sind zwei Displays mit einer Auflösung von je 2.560 mal 1.440 Bildpunkten erbaut, die Sichtfeldweite beträgt dank der extraweiten Bildschirme ungefähr 210 Grad.

Zum Vergleich: Oculus Rift und HTC Vive bieten zwei Displays mit einer Auflösung von je 1.080 mal 1.200 Bildpunkten, das Sichtfeld beträgt bei beiden Geräten circa 110 Grad. Von den technischen Eigenschaften her ist StarVR eher mit der Pimax 5K zu vergleichen: die Displayauflösung und Sichtfeldweite ist identisch.

Kommt eine VR-Brille für Konsumenten?

StarVR wurde wegen der verbauten Highend-Komponenten für professionelle Anwender sowie VR-Spielhallen und Vergnügungsparks entwickelt. Mit dem neuen Gerät könnten Starbreeze und Acer jetzt Endkunden ins Auge fassen, denn die Herstellungskosten dürften mittlerweile gefallen sein: Die Pimax 5K wurde bei Kickstarter für 349 US-Dollar (ohne Zubehör) bzw. 649 US-Dollar (mit zwei 3D-Controllern und einer Basisstation) angeboten.

Ein Strategiewechsel ist ohnehin überfällig: Bisher kamen StarVR-Brillen nur in wenigen Spielhallen zum Einsatz, darunter jene von Imax, Sega und in Starbreezes eigener Arcade in Stockholm.

Es könnten die schwachen Absätze gewesen sein, die Starbreeze vergangenen Oktober dazu bewogen haben, sich aus dem VR-Hardwaregeschäft zurückzuziehen, kein weiteres Geld mehr in die Entwicklung der VR-Brille zu stecken und Acer die Mehrheit der Anteile an StarVR zu überlassen. Dass der Hardwarehersteller seither einen Kurswechsel vornahm, ist gut möglich. Für Windows Mixed Reality baute Acer bereits eine VR-Endkundenbrille.

Noch ist völlig offen, ob es sich nur um eine neue Version der StarVR-Brille mit gleicher Marktausrichtung und Zielpublikum oder um ein vollkommen neues Produkt handelt, das unter gleichem Namen an Endkunden verkauft wird. Für letzteres spricht, dass das Gehäuse auf dem Teaserbild sehr viel kleiner wirkt als das früherer Modelle. Zudem ist eine neue Kopfhalterung samt Einstellschraube zu sehen.

| Featured Image: Starbreeze / Acer | Source: Road to VR

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