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Neuer VR-Controller verändert Form passend zum Inhalt

von Matthias Bastian2. August 2017

Auf der Suche nach immer immersiveren Interfaces beschäftigt sich eine Forschergruppe mit einem 3D-Controller, der passend zum Inhalt die Form verändert.

Entwickelt wird das Gerät von Robotik-Wissenschaftlern der New Yorker Privatuni Cornell in Kooperation mit Nvidia. Ein Prototyp wird derzeit auf der Siggraph 2017 gezeigt, einer Fachmesse für Computerwissenschaftler.

Der Controller kann seinen Zustand an mehreren Stellen passend zum Inhalt zwischen hart und weich verändern und so Oberflächen und Formen virtueller Objekte simulieren.

Die Forscher arbeiten dafür mit einer Art “haptischer Haut”, die für die Demonstration über einen 3D-Controller von HTC Vive gezogen wurde. Erzielt wird der Effekt, indem Luft in die einzelnen Hautfalten gepumpt wird.

Bessere Haptik-Simulation für virtuelle Objekte

In der Demonstration auf der Siggraph werden verschiedene Schwerter vorgeführt, deren Knaufe sich passend zur Optik unterschiedlich anfühlen.

“Man kann die Haptik an jedes visuelle Objekt in einem Spiel – egal ob Schwert oder Pistole – annähern, das sich auf diese Art wie ein reales Objekt in der Hand anfühlt”, sagt der Forscher Bryan Peel, der an dem Projekt arbeitet. Ein Schwamm soll sich anders anfühlen als ein Stein oder ein Seil.

So eine Funktion würde die haptische Simulation im Vergleich zu aktuellen VR-Erfahrungen deutlich aufwerten, bei denen sich jedes virtuelle Objekt exakt gleich anfühlt – nämlich so wie der 3D-Controller in der Hand. Laut dem Forscher könnte die haptische Haut mit weiteren Sensoren individuell auf den Griff des Nutzers reagieren.

Derzeit hat die haptische Haupt noch zwei grundlegende Probleme: Sie muss mit einem Kompressor verkabelt werden und verbraucht viel Energie. Womöglich eignet sich die Technologie daher nur für spezielle Virtual-Reality-Spielhallen, bei denen die Besucher Rucksack-PCs und Batterien mit sich herumtragen.

Die haptische Haut wurde erstmals Anfang Mai vorgestellt und ist seit rund sechs Monaten in Entwicklung.

| Featured Image & Source: Upload VR

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