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NextVR: Mäuschen spielen beim Profisport

von Carolin Albrand15. Mai 2015
Ob mit Coldplay live auf der Bühne, mit Kobe Bryant auf dem Spielfeld oder spitzeln beim Pitstop - NextVR machts möglich.

Sport-Events als Livestream in 360-Grad: Das könnte einer der großen Zugänge für Virtual Reality in den Massenmarkt werden. Möglich machen will das NextVR. Das Unternehmen aus Kalifornien hat ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, Virtual-Reality-Videos live und in HD-Qualität zu übertragen. Entscheider der Sport- und Unterhaltungsindustrie versuchen nun Teil dieser Entwicklung zu werden, um möglichst früh von den daraus entstehenden Produkten und Programmen zu profitieren. Der in dieser Woche neu zusammengestellte Beratungsausschuss von NextVR bringt die “Big-Player” der amerikanischen Sportunterhaltung an einen Tisch.

Die “Big-Player” aus Sport und Medien

Auf der Liste des neuen Beratungsausschusses stehen Namen wie Peter Guber, Scott Teissler und Doug Perlman. Reiche Männer mit viel Einfluss. Scott Teissler war Vize-Präsident und Technischer Geschäftsführer von Turner Broadcasting System (TBS) und vorher in gleicher Position beim Sender CNN. Doug Perlman ist der Gründer von Sports Media Advisors (SMA), eine Beratungsfirma mit den Schwerpunkten TV, digitalen Plattformen und ihren Schnittpunkten zum Sport. Außerdem wurde Perlman von The Sporting News zu einem der “100 mächtigsten Menschen im Sport” ernannt.

Besonders hervorzuheben ist Peter Guber, CEO von Mandalay Entertainment mit den Schwerpunkten Bewegtbild, Fernsehen, Neue Medien und Sport Entertainment. Außerdem ist er Miteigentümer mehrerer renommierter Basketball-, Baseball- und Fußball-Clubs und war früher Vorsitzender von Sony Entertainment. Guber verfügt über ein geschätztes Vermögen von rund 400 Millionen US-Dollar. Nach einem ersten Test der Technologie von NextVR im März 2015 war Guber derart begeistert, dass er sich zu einer Multimillionen-Dollar Investition hinreißen lies. Guber sieht in der neuen Technologie großes Potenzial.

Diese Technologie wird die Medien verändern so wie ich es in meinem ganzen Leben zuvor noch nicht erlebt habe. Anstatt sich etwas nur anzusehen ist man live dabei. Man erlebt es. NextVR macht aus einem Zuschauer einen Teilnehmer. Peter Guber

Livestreaming beim NASCAR-Event mit Fox Sports

Zusammen mit Fox Sports testete NextVR die Technik erstmals bei einem NASCAR-Rennen in Fontana, Kalifornien. Das Rennen selbst wurde mit zwei Kameras aufgezeichnet mit je einem 180- und einem 360-Grad Bildausschnitt. Durch die Positionierung der Kameras kann der Zuschauer das Rennen in Virtual Reality aus bisher unbekannten Perspektiven verfolgen: Eine Kamera wurde in einer Vertiefung der Fahrbahn zwischen den Spuren positioniert, die andere in den Boxen für den Pitstopp.

Live-Übertragungen sind die Killer-App für Virtual Reality. Sie ermöglichen dem Zuschauer Sport-Events zu erleben als wären sie vor Ort, live in Virtual Reality und auf einem Platz der noch besser ist als die erste Reihe auf der Tribüne. DJ Roller, Gründer von NextVR

Neben Nascar konnte das Unternehmen die eigene Livestraming-Plattform sowie die Aufnahmetechnik bei der National Basketball Association (NBA) und der Nationalen Hockey Legue (NHL) einsetzen. Auch auf einem Rockkonzert von Coldplay konnten sie die Funktionsfähigkeit ihrer Technologie unter Beweis stellen. Die Videos können über ein Smartphone in Kombination mit Samsung Gear-VR angeschaut werden. Bislang hat NextVR als einziges Unternehmen die Technologie für VR-Liveübertragungen in HD-Qualität. Der Fokus soll auch in Zukunft auf Liveübertragungen von Sport- und Musikevents liegen.

Weitere Informationen zu NextVR:

| SOURCE: NextVR
| VIA: UploadVR
| IMAGE: NextVR

 

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