Die großen Versprechungen fürchtet Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz nie. Schon in den nächsten zwei bis fünf Jahren soll eine der bekanntesten Sci-Fi-Visionen Realität werden: Das Hologramm-Video und das auch noch als Live-Stream.

Im Interview mit der Webseite The Verge verrät Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz Details dazu, wie er sich die angekündigte Kooperation mit der US-Basketballliga NBA vorstellt: Schon jetzt könne man mit der Augmented-Reality-Brille mehrere digitale Screens im Raum verteilen und auf diesen eine Live-Übertragung eines NBA-Spiels mit zusätzlichen 3D-Einblendungen in der Peripherie anschauen. Im Titelbild dieses Artikels illustriert Magic Leap, wie diese Mischung aus “Displays on Demand” und 3D-Inhalt aussehen könnte.

Der nächste Schritt sei es, dass die Videos nicht mehr nur flach auf digitalen Displays angezeigt werden, sondern als Hologramme. Räumliches, interaktives Live-Streaming soll, so Abovitz, in zwei bis fünf Jahren möglich sein.

Um Rauminhalte zu übertragen, braucht es laut Abovitz eine große Zahl kleiner, sehr hochauflösender Kameras, die aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln das Geschehen filmen. Die Videos der einzelnen Kameras sollen an einen zentralen Computer mit leistungsfähigen Prozessoren gesendet und dort zu Raumvideos umgerechnet und an kompatible Brillen übertragen werden. Abovitz erwartet, dass die dafür notwendige Rechenleistung in wenigen Jahren verfügbar sein wird.

Bis dieses Streaming-Verfahren allerdings massentauglich und ein neuer Übertragungsstandard wird, sollen laut Abovitz noch rund zehn Jahre vergehen. Erste Anwender soll es früher geben.

Magic Leap: App starten via Blickkontakt

Abovitz verrät außerdem erstmals Details zum Interface von Magic Leap. Demnach soll es eine App-Übersicht mit Icons geben, ähnlich wie man sie vom Smartphone kennt, allerdings im 3D-Format.

Schaut man eine App an, soll eine raumfüllende Voransicht des Inhalts erscheinen, “egal ob es eine NBA-App ist, ein Mario Kart oder was auch immer”, so Abovitz. Magic Leap arbeitet neben der Brillen-Hardware auch an einem Betriebssystem und sinnvollen Anwendungen.

Die Enthusiasten-Version der Brille, die in diesem Jahr erscheinen soll, bietet laut Abovitz eine Reihe Interaktionsmöglichkeiten: “Das System kann Kopf- und Augenbewegungen verarbeiten, Stimmbefehle, Gesten und bietet einen physischen Controller.” Entwickler hätten die komplette Freiheit, diese neuen Interaktionsformen in ihre Anwendungen zu integrieren.

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