Update vom 12. November:

Die Tech-Seite Babeltechreviews hat neue VR-Benchmarks veröffentlicht. Verglichen wurde die Leistung der RTX 2080 mit einer GTX 1080 Ti. Beide Karten erzielten in Benchmarks mit gewöhnlichen Spielen ähnliche Leistungen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in VR. Alle Spiele wurden in hohen Einstellungen mit Oculus Rift getestet.

FPS-Testergebnisse VR-Benchmark babeltechreviews.com

SpielGTX 1080 TiRTX 2080
Chronos128,4125,8
Dirt: Rally115,3111,5
Project Cars 279,978,6
Elite Dangerous Commander99,297,6

Die GTX 1080 Ti hatte in allen getesteten Spielen einen leichten FPS-Vorsprung. Wie in vorherigen Tests zeigt sich, dass synthetische Benchmarks kein Gradmesser sind für die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Karte.

Update vom 07. Oktober:

YouTuber Thomas Poersch (Voodoode) hat erste richtige VR-Testergebnisse mit einer RTX 2080 Ti veröffentlicht. Er verglich dafür die Leistung von GTX 1080 Ti und RTX 2080 Ti in vier VR-Games.

Das Ergebnis: Die RTX 2080 Ti ist im Schnitt 25 Prozent schneller. Sie kommt damit nicht an die 50 Prozent Mehrleistung in den synthetischen Benchmarks heran. Die Mehrleistung zeigt sich erst in höheren Auflösungen. Im Verhältnis zum Aufpreis von rund 450 Euro ist das ein dürftiges Ergebnis – allerdings zählt bei VR-Spielen mitunter jeder Frame.

Mehrleistung zur GTX 1080 Ti in Prozent

SpielAuflösung: 2.564 x 2.258Auflösung: 3.829 x 3.373
Assetto Corsa+ 0 %+ 21 %
Elite Dangerous+ 0 %+ 23 %
Fallout 4 VR+ 26 %+ 24 %
Skyrim VR+ 3 %+ 30 %

RTX 2080 Ti  @ PiTool 1.0.1.76 / nVidia-Treiber 411.70

Update vom 20. September:

Mittlerweile gibt es erste VR-Testergebnisse (via Hothardware). Diese wurden mit Unigines Superposition und Futuremarks VRMark erstellt. Bei beiden handelt es sich um synthetische Benchmarks – die Ergebnisse sind also nicht eins zu eins auf echte VR-Spiele übertragbar.

Unigines Superposition nutzt ein selbst entwickeltes, dynamisches Beleuchtungssystem (Screen-Space Ray-Traced Global Illumination) und bietet einen separaten VR-Modus.

Testergebnisse für Unigine Superposition VR Future Preset @ 1332 x 1586 (pro Auge)

ModellMinimale FPSMaximale FPSBenchmark Punkte
RTX 2080 Ti54,871,96396
RTX 208049,558,25173
GTX 1080 Ti31,449,54408
GTX 108032,338,13387


Futuremarks VRMark soll PC-Hardware auf ihre VR-Tauglichkeit zu überprüfen. Eine VR-Brille muss dafür nicht angeschlossen sein.

Testergebnisse für Futuremark VRMark @ Blue Room Test

ModellDurchschnittliche FPSBenchmark Punkte
RTX 2080 Ti99,94586
RTX 208077,83570
GTX 1080 Ti65,93025
GTX 108047,72192

Bei beiden Tests liegt die RTX 2080 Ti ungefähr 50 Prozent vor der GTX 1080 Ti. Ob sich dieser Vorsprung auch in reale Performance überträgt, wird sich zeigen müssen.

Ursprünglicher Artikel vom 19. September 2018

Soeben wurden die ersten Testergebnisse der neuen Turing-Grafikkarten RTX 2080 und 2080 Ti veröffentlicht. Ich habe die wichtigsten Erkenntnisse kurz zusammengefasst. Spezielle VR-Tests ergänze ich, sobald verfügbar.

Wie angekündigt sind heute die ersten Tests zu Nvidias neuer Grafikkartengeneration erschienen. Die Einstiegspreise für die RTX 20er Serie liegen bei circa 640 Euro für die RTX 2070, rund 850 Euro für eine RTX 2080 und über 1.200 Euro für das Topmodell RTX 2080 Ti. Die RTX 2070 erscheint erst im November, daher liegen noch keine Testergebnisse vor.

Die Rechenleistung der RTX 2080 liegt bei Standardtakt rund fünf Prozent über der bisherigen Flaggschiffkarte GTX 1080 Ti. In sehr hohen Auflösungen und Details offenbart sie jedoch eine Schwäche: Sie verfügt nur über acht Gigabyte Grafikspeicher. Das kann vermehrt Ruckler zur Folge haben. Die mit elf Gigabyte ausgestattete GTX 1080 Ti läuft im Vergleich stabiler.

Die RTX 2080 Ti ist je nach Anwendung 30 bis 40 Prozent schneller als eine GTX 1080 Ti oder RTX 2080. Sie ist damit – wie erwartet – die leistungsstärkste Karte für Endverbraucher am Markt. Im Vergleich zu den Vorgängergenerationen stieg der Preis allerdings mehr als die Leistung.

RTX-Performance: Das schreiben die internationalen Tester

Aktuell gibt es noch keine expliziten VR-Benchmarks. Ich habe daher exemplarisch die Ergebnisse für drei neue und anspruchsvolle Monitorspiele aufgeführt (via PCGames Hardware). Alle Titel liefen in 4K-Auflösung, die VR-Berechnung ist im Vergleich noch rechenintensiver.

Testergebnisse für Rise of the Tomb Raider @ 3.840 x 2.160

ModellMinimale FPSMaximale FPS
RTX 2080 Ti4655,2
RTX 20803644,4
GTX 1080 Ti3543,7
GTX 10802632,4

Testergebnisse für Hellblade: Senua’s Sacrifice @ 3.840 x 2.160

ModellMinimale FPSMaximale FPS
RTX 2080 Ti5259,6
RTX 20804448,7
GTX 1080 Ti3942,9
GTX 10803133,1

Testergebnisse für Assassin’s Creed Origins @ 3.840 x 2.160

ModellMinimale FPSMaximale FPS
RTX 2080 Ti4955,2
RTX 20804044,7
GTX 1080 Ti3541,9
GTX 10802730,7

Mit acht und elf Gigabyte Grafikspeicher, VirtualLink-Anschluss, Raytracing und Tensor Core sollten die RTX-Karten recht zukunftssicher sein. Ob sich gerade die Raytracing und KI-gestützte Bildverbesserungsverfahren im großen Stil durchsetzen können, werden die kommenden Monate zeigen.

Gleiches gilt für Nvidias spezielle VRWorks-Renderverfahren. Womöglich sind hier weitere Leistungs- und Qualitätssprünge zu erwarten. Sicher ist das aber nicht.

Lohnt sich aufrüsten?

Wer noch keine GTX 1080 Ti besitzt und auf die neuen Turing-Features verzichten kann, sollte noch eine Weile abwarten. Mit der Einführung der RTX 2080 im gleichen Preissegment könnten die Preise für eine 1080 Ti fallen. Dann bietet die ältere Karte zumindest im Moment das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Beim Umstieg auf eine Pimax 5K+ oder eine ähnlich hochauflösende VR-Brille könnten sich die acht Gigabyte Grafikspeicher der RTX 2080 als Flaschenhals herausstellen im Vergleich zu den elf Gigabyte einer 1080 Ti.

Der Wechsel von einer GTX 1080 Ti auf eine RTX 2080 lohnt daher kaum. Sie bietet aktuell keine nennenswerte Mehrleistung, hat beim Grafikspeicher sogar weniger auf dem Kasten und ist teurer.

Erst mit einer RTX 2080 Ti gibt es einen ordentlichen Leistungszuwachs. Der hat allerdings einen stolzen Preis: Die 30 bis 40 Prozent Mehrleistung kosten circa 400 Euro.

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