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Nvidia veröffentlicht Benchmarking-App für Virtual Reality

von Tomislav Bezmalinovic15. März 2017

Nvidia hat ein kostenloses Tool veröffentlicht, mit welchem man die Performanz einer VR-Anwendung genaustens analysieren kann. So können Spieler herausfinden, ob eine Anwendung flüssig läuft oder ob die Grafikeinstellungen angepasst werden müssen.

FCAT existiert bereits seit 2013, aber Für VR-Anwendungen musste ein eigenes Programm entwickelt werden. Tom Peterson von Nvidia erklärt in einem Video, weshalb Virtual Reality einen Sonderfall darstellt, der das Benchmarking komplexer macht.

Bei herkömmliche Spielen kann man ein Tool wie Fraps verwenden, um auf einfache Weise herauszufinden, wie viel Bilder pro Sekunde berechnet werden. Im Falle einer VR-Anwendung werden die Bilddaten von einer zusätzlichen Laufzeitumgebung verarbeitet, bevor sie an die VR-Brille ausgegeben werden.

Diese trägt der Linsenkorrektur und den Kopfbewegungen Rechnung, außerdem fügt sie Zwischenbilder ein, wenn der Computer die Bilder nicht mehr schnell genug berechnen kann. Sowohl Oculus als auch Valve haben Verfahren entwickelt, mit denen solche Zwischenbilder eingefügt werden, um Einbrüche der Bildwiederholrate zu verhindern.

Verlässliche Daten

Mit Nvidias Benchmarking-Tool können Nutzer diese Daten zum ersten Mal direkt abgreifen und analysieren. Per Knopfdruck startet und beendet man die Aufzeichnung, die erhobenen Daten werden in einem vorher festgelegten Ordner kopiert. Diese können danach in ein Analyseprogramm geladen und im Detail evaluiert werden.

Manchmal ist es schwer, von blossem Auge zu sehen, ob eine Anwendung mit stabilen 90 Bildern pro Sekunde läuft. Mit FCAT VR gibt Nvidia Nutzern ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie sich jederzeit Gewissheit verschaffen können. Das dürfte vor allem Anwender interessieren, die gerne mit Grafikeinstellungen herumspielen oder herausfinden wollen, wie hoch sie mit dem Supersampling gehen können.

FCAT VR kann man hier herunterladen. Mehr Informationen, sowie eine ausführliche Anleitung, ist hier zu finden. Wer statt der Bildwiederholrate die Latenz seiner VR-Brille messen möchte, kann dies demnächst mit VRScore tun.

| Featured Image: Nvidia

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