Update vom 31. Juli 2018:

Oculus nimmt ab sofort Anmeldungen für die Oculus Connect 5 an. Die Entwicklerkonferenz findet am 26. und 27. September in San Jose statt. Das Kontingent an Tickets ist begrenzt: Wer vorab einen Registrierungscode erhalten hat, kann sich hier einschreiben. Wer keinen erhalten hat, kann sich bewerben.

Ursprünglicher Artikel vom 6. Juni 2018:

Zum fünften Mal veranstaltet Oculus im Herbst die VR- und AR-Entwicklerkonferenz Connect. Neue Apps für Oculus Go, ein Santa Cruz Veröffentlichungstermin, Neuigkeiten zu Oculus Rift 2 und vielleicht eine Augmented-Reality-Brille – was erwartet uns?

Am 26. und 27. September findet in San Jose, Kalifornien, die Oculus-Entwicklerkonferenz Connect 5 statt. Anmeldungen sind noch nicht möglich. Wer eine Benachrichtigung will, sobald Registrierungen angenommen werden, kann auf der offiziellen Webseite einen Newsletter bestellen.

In der Ankündigung zur Connect 5 klopft sich Oculus mit reichlich Pathos selbst auf die Schulter: Seit fünf Jahren helfe man dabei, ein neues Medium zu etablieren und “den VR-Traum gemeinsam zu erfüllen”.

Auf der Connect 5 sollen die vergangenen fünf Jahre gefeiert und die nächsten fünf Jahre angedeutet werden. Oculus verspricht unter anderem Informationen zu “wegweisenden Entwicklungen”, die sich bereits abzeichneten.

Das Programm wird im Laufe der kommenden Wochen im Detail vorgestellt.

Autarke VR-Brillen dürften die Connect 5 dominieren

Sicher wird die mobile VR-Brille Oculus Go auf der Connect 5 eine wichtige Rolle einnehmen. Womöglich startet Oculus direkt ins Weihnachtsgeschäft: Ein Preisnachlass in Kombination mit einer handvoll hochwertiger App-Ankündigungen könnte die Nachfrage ankurbeln, die über die Sommermonate wohl nicht exorbitant ausfallen wird.

Ebenso sicher wird Oculus Santa Cruz vorführen, die Highend-Version der Go-Brille, die 2019 auf den Markt kommen soll. Sie verbindet die komfortable Nutzung und die Portabilität der Go-Brille mit der Bewegungsfreiheit von Oculus Rift.

Dass Oculus eine finale Version der derzeit vielleicht vielversprechendsten VR-Brille zeigt oder gar ein Veröffentlichungsdatum nennt, das ist so kurz nach dem Go-Launch eher unwahrscheinlich. Oculus liefe nur Gefahr, sich im Weihnachtsgeschäft selbst das Wasser abzugraben.

Oculus Rift 2 in diesem Jahr wohl noch kein Thema

Oculus Rift 2 wird auf der Connect 5 wohl eher nicht vorgestellt. Oculus-Manager betonten mehrfach, dass ein Nachfolger der Rift-Brille frühestens 2019 erscheinen soll.

Für das kommende Jahr ist Santa Cruz – siehe oben – allerdings schon fix eingeplant. Ob Oculus wirklich drei VR-Brillen innerhalb von rund anderthalb Jahren auf den Markt bringt? Eher unwahrscheinlich.

Aber ein Blick ins Labor – wie zuletzt bei der Facebook Entwicklerkonferenz F8 zum Halfdome-Prototyp – ist sicher drin. Der Nachfolger der Rift-Brille könnte dann im nächsten Jahr konkret werden.

Bei der Software sollte Oculus wenigstens einen großen Spieletitel im Gepäck haben, der noch nicht auf der E3 Spielemesse kommende Woche vorgestellt wird. Außerdem dürfte es Neuigkeiten zu Facebooks Social-Apps geben wie Spaces oder Venues.

Typisch für die Connect-Konferenz sind Ankündigungen für Entwickler wie neue Programmierschnittstellen, Tech-Demos oder Förderprogramme.

Wird eine Augmented-Reality-Brille das Hardware-Highlight?

Seit wenigen Wochen heißt die Oculus-Forschungsabteilung neu Facebook Reality Labs. In diesem Realitätslabor wird gleichermaßen an Virtual- und Augmented-Reality-Medien geforscht.

Während Facebooks Pläne für VR-Brillen recht konkret und transparent sind, steht hinter der Augmented-Reality-Strategie noch ein großes Fragezeichen. Sicher, in Facebooks Smartphone-App gibt es reichlich Foto-Gesichtsmasken und ähnliche Spielereien. Aber das kann nur der Anfang sein.

Womöglich gibt es auf der Connect 5 erste Hinweise oder gar eine Demo einer Facebook Augmented-Reality-Brille. Immerhin will Magic Leap noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, auch Microsoft bastelt an einem Hololens-Nachfolger. Und Gerüchte um eine Google- und Apple-AR-Brille für 2019 oder 2020 werden konkreter. Früher oder später wird Facebook den Fuß in die Tür halten wollen.

Eine weitere mögliche Hardware-Neuigkeit: eine 360-Grad-Videokamera, die stereoskopische 3D-Aufnahmen mit Raumbewegung filmt. Gebaut wird sie vom Kamerahersteller Red, das ist bekannt. Allerdings wurden Preis und Verfügbarkeit noch nicht genannt. Öffentlich vorgeführt wurde die Videotechnologie bislang ebenfalls nicht.


Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #120: Cebit-Erinnerungen, Duplex-Menschen und KI-Vorurteile | Alle Podcast-Folgen


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.