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Oculus erklärt wie man Mixed-Reality-Videos aufnimmt

von Tomislav Bezmalinovic1. Juli 2017

Mixed-Reality-Videos machen die Faszination von Virtual Reality anschaulich, weil sie den Nutzer selbst innerhalb der virtuellen Umgebung zeigen. Bisher war die Aufzeichnung solcher Videos Nutzern von HTC Vive vorbehalten. Seit Patch 1.16 wird das Verfahren auch von Oculus unterstützt. Auf der offiziellen Entwicklerseite führt das Unternehmen Schritt für Schritt durch die Einrichtung eines Mixed-Reality-Studios.

Da der Aufbau recht aufwendig ist, richtet sich das Angebot weniger an Alltagsnutzer als an Entwickler, Werber und Youtuber, die Außenstehenden die Faszination von Virtual Reality näherbringen wollen.

Neben einem flotten Rechner braucht man zusätzlich einen dritten Touch-Controller und Sensor, eine Kamera, ein Stativ, einen Greenscreen und eine spezielle Halterung (siehe Artikelbild), die man mit einem 3D-Drucker herstellt. Die CAD-Pläne stehen zum Hunterladen bereit.

Den Raum einrichten, die Kamera montieren

Was den Rechner betrifft, bietet Oculus zur Orientierung eine Liste kompatibler PC-Systeme und -Konfigurationen. Empfohlen werden 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine SSD, eine GTX 1080, sowie eine USB-Erweiterungskarte. Anhand von Bildern zeigt Oculus, wie man den Raum einrichtet und den Greenscreen und die Sensoren optimal aufbaut.

In einem nächsten Schritt montiert man die Kamera und den dritten Touch Controller auf die Halterung und diese wiederum auf ein Stativ. Die Halterung ist für Webcam und kleine Spiegelreflexkameras optimiert. Das Videomaterial wird per USB-Kabel zum PC übertragen. Wenn die Kamera nur einen HDMI-Ausgang besitzt, kann man einen HDMI-USB-Adapter einsetzen.

Koppeln und kalibrieren

Möchte man während der Aufnahme Kamerafahrten machen, muss man den dritten Controller mit der Oculus-Systemsoftware koppeln. Das geht ganz leicht in den Einstellungen. Anschließend muss man die Kamera mit einem Tool kalibrieren, damit die Aufnahmen der echten und virtuellen Kamera übereinstimmen.

Zum Schluss muss man nur noch die App starten, in der man das Mixed-Reality-Video aufnehmen möchte. Falls die Anwendung die beiden Aufnahmen nicht selbst zusammenführen kann, muss man zusätzlich das Programm eines Drittanbieters heranziehen. Wie das geht, wird ebenfalls erklärt.

Im Oculus SDK ist die Oculus World Demo enthalten, mit der man testen kann, ob das eigene Mixed-Reality-Studio ordnungsgemäß funktioniert. Oculus verspricht, das Aufnahmeverfahren laufend zu verbessern, sodass es stabiler und benutzerfreundlicher wird.

Die Hauptseite der Anleitung mit weiterführenden Links findet man hier.

| Featured Image: Oculus | Source: Oculus Developer Blog

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