Auf der Oculus Connect 5 stellte John Carmack eine Vielzahl neuer Funktionen und Verbesserungen für Oculus Go in Aussicht. Der folgende Artikel fasst zusammen, worauf sich Go-Nutzer freuen dürfen.

Das sogenannte Screen Casting ist eine der meist erwarteten Funktionen. Auf der Eröffnungs-Keynote wurde es offiziell vorgestellt: Go-Nutzer werden ihre VR-Erfahrung demnächst auf das Smartphone und zu einem späteren Zeitpunkt auf den Fernseher streamen können, um Mitmenschen am VR-Erlebnis teilhaben zu lassen.

Carmack bezeichnet die Funktion als “großen Gewinn”, die die Go-Nutzererfahrung verändere. So habe er kürzlich mit seinem Sohn Thumper gespielt und konnte ihm während des Spiels Anweisungen geben.

Eine andere, wichtige Funktion ist das gemeinsame Schauen von Filmen und Videos in der Virtual Reality. Aktuell muss man hierfür Apps wie Bigscreen oder Plex nutzen. Oculus arbeitet laut Carmack fieberhaft an einer eigenen Lösung. Der Programmierer glaubt, dass eine nicht zu unterschätzende Zahl Menschen Oculus Go allein wegen dieser Funktion kaufen würden.

Unterstützung für USB-Speichersticks

Den Speichermangel will Oculus durch USB-Stick-Unterstützung beheben: Die Funktion wurde bereits zum Launch der Oculus Go im Frühjahr in Aussicht gestellt.

Go-Nutzer werden dabei mit gewissen Einschränkungen leben müssen: So werden nur Speichermedien mit FAT32-Formatierung unterstützt. Das Dateisystem lässt nur Dateien mit weniger als vier Gigabyte zu.

Eine weitere Einschränkung: Die USB-Speichermedien werden nicht erkannt, wenn der Batteriestand niedrig ist. Wer USB-Sticks nutze, müsse zudem damit rechnen, dass der Akku zusätzlich beansprucht wird.

Stromspar- und Nachtmodus

Damit die Oculus Go länger durchhält, arbeitet Carmack an einem Stromsparmodus. Läuft der Modus, wird die Bildschirmhelligkeit und die Bildwiederholrate reduziert sowie die Chromatic-Aberration-Korrektur deaktiviert. Wer Videos schaut, sollte Oculus Go damit ungefähr eine Viertelstunde länger nutzen können. Ebenfalls geplant ist ein Nachtmodus. Das Team experimentiere derzeit mit verschiedenen Helligkeitseinstellungen.

Die Chromatic-Aberration-Korrektur wurde auf der Tag-1-Keynote angekündigt. Mit dieser Funktion will Oculus mittels Software optische Farbverzerrungen an den Rändern des Sichtfelds beseitigen. Die Korrektur beanspruche die Batterie in geringem Maße, zusätzliche Rechenleistung wird nicht benötigt.

Interne Tests hätten ergeben, dass die optische Verbesserung bedeutend sei, weshalb die Funktion standardmäßig implementiert und an alle Go-Nutzer ausgerollt werden soll.

Smartphone als Controllerersatz

Ebenfalls geplant ist eine Einstellung für das Abschalten des Näherungssensors. Die textile Kopfhalterung neige dazu, den Näherungssensor zu aktivieren, wenn man die VR-Brille weglegt. Dadurch würde die VR-Brille ohne Absicht weiterlaufen und den Akku beanspruchen.

Das Kalibrierungsfenster soll man in Zukunft ebenfalls abschalten können. Aktuell muss man die VR-Brille nach jedem Aufsetzen per Handcontroller rekalibrieren.

Carmack denkt über eine Funktion nach, mit der man das Smartphone als Ersatz für den Handcontroller nutzen kann. Das wäre nützlich, wenn man den Controller verlegt oder vergessen hat, meint der Programmierer.

VR-Apps liegend nutzen

Das Go-Betriebssystem ermöglicht Nutzern, die Benutzeroberfläche vertikal zu verschieben, sodass man die VR-Brille im Liegen nutzen kann. In VR-Apps ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert, weil sie Übelkeit verursachen könne, meint Carmack.

In Anwendungen, die keine künstliche Fortbewegung oder ein Herumschauen im virtuellen Raum voraussetzen, wäre das jedoch kein Problem. Er würde seine Haltung derzeit überdenken, sodass man die Funktion in Zukunft auch in VR-Apps nutzen könnte.

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