In Arca’s Path VR navigiert man eine Kugel in Marble-Madness-Manier durch 25 hindernisreiche Labyrinthe. Das Problem: Der eigene Kopf als Controller.

Arca’s Path ist das zweite Spiel des Londoner VR/AR-Studios Dream Reality Interactive. Die Entwickler schufen zuvor die VR-Bildungs-App “Hold the World” mit Sir David Attenborough (Test) und das AR-Spiel “Orbu” (Test). Gründer und Leiter des Studios ist Dave Ranyard, der maßgeblich an der Entwicklung von Playstation VR mitwirkte.

Das siebenköpfige Team hat scheinbar ein Faible für kugelförmige Wesen, die man Pfade und Bahnen hinunterjagt. Denn in beiden Spielen des Studios tut man genau das. Das Besondere an Arca’s Path: Hier steuert man die Kugel allein mit dem Blick. Der Controller wird nur zum Kalibrieren der Sicht und zum Pausieren benutzt.

Marble Madness für Kopfdreh-VR

Die Blicksteuerung macht die Interaktion verblüffend einfach und verständlich für jedermann. Das Problem: sie ist ungenau und auf Dauer anstrengend. Da Arca’s Path in erster Linie ein Geschicklichkeitsspiel ist, kann die Kopfsteuerung schnell frustrieren. Mit einem Gamepad würde der Titel schlicht mehr Freude bereiten.

Dass sich das Studio für Blicksteuerung entschieden hat, hat einen einfachen Grund: Die Entwickler haben sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner aller VR-Zielplattformen geeinigt und das ist Kopfdreh-VR der mobilen VR-Brillen Oculus Go und Samsung Gear VR, für das sich die Blicksteuerung geradezu anbietet.

Keine Augenweide

Dass primär für Go und Gear VR entwickelt wurde, zeigt sich auch an der Grafik: Mit ihrer polygonarmen Landschaft, den monochromen Texturen und aufpoppenden Objekten wurde die Grafik der Leistungsfähigkeit mobiler Geräte angepasst. Gegen den grafischen Stil spricht nichts, allerdings sieht Arca’s Path zu keinem Zeitpunkt wirklich schön aus.

Getestet habe ich die Rift-Version, die grafisch kaum aufwendiger gestaltet sein dürfte als das Go-Pendant. Die Version für stationäre VR-Brillen kostet dennoch fast doppelt so viel.

Es macht durchaus Spaß, Kristalle zu sammeln und die Kugel sicher an ihr Ziel zu geleiten und für ein Go- oder Gear-VR-Spiel ist der Titel ganz in Ordnung, zumal es auf diesen Plattformen keine große Auswahl an hervorragenden Titeln gibt. Aber Rift-, Vive- und PSVR-Spieler dürfen Ende 2018 spielerisch und grafisch mehr erwarten.

Arca’s Path VR ist im Oculus Store für Oculus Rift, Oculus Go und Samsung Gear VR, bei Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality, bei Viveport für HTC Vive und Oculus Rift und im Playstation Store für Playstation VR erhältlich. Das Spiel kostet für stationäre VR-Brillen 17 Euro und für mobile VR-Brillen 9 Euro und ist zum Launch plattformübergreifend um zehn Prozent herabgesetzt.

Titelbild: Dream Reality Interactive


Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #120: Cebit-Erinnerungen, Duplex-Menschen und KI-Vorurteile | Alle Podcast-Folgen


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.