Update vom 23. August 2018:

Digility 2018

John Carmack meldet sich erneut bei Twitter zu Wort. Er bestätigt, dass das Screen Mirroring funktioniert, aber dass es noch Wochen dauern wird, bis es Go-Nutzer erreicht.

Sehr wahrscheinlich wird die Funktion im Rahmen von Oculus’ Hausmesse OC 5 veröffentlicht, die vom 24. bis 25. September 2018 in San José stattfindet.

Ursprünglicher Artikel vom 20. August 2018:

Sehen können, was andere unter der VR-Brille sehen: Das sollte eine Grundfunktion jeder VR-Brille sein. Oculus Go lässt sie vermissen. Mit etwas Glück könnte sich das schon bald ändern.

A: “So, was siehst du jetzt?”
B: “Nichts. Dunkelheit.”
A: “Hast du auf die Schaltfläche gedrückt eben?”
B: “Welche Schaltfläche?”
A: “Na unten, auf der Menüleiste ganz rechts.”
B: “Ach so. Ich glaube schon, ja.”
A: “Klick bitte noch einmal drauf mit dem Controller.”
B: “Hmm, jetzt ist sie weg.”
A: “Sicher? Schau doch mal ganz nach unten.”
B: “Ja, da ist nichts.”
A: “Ganz sicher?”
B: “Ja.”
A: “Verdammt nochmal! Reich mir mal die VR-Brille und lass mich schauen.”
B: (seufzt und reicht die VR-Brille weiter)

Wer seine Oculus Go anderen Menschen zeigt, dürfte solche Gesprächssituationen kennen. Es ist frustrierend, nicht zu sehen, was andere unter der VR-Brillen sehen.Weil man nicht helfen und nicht teilhaben kann an dem, was die VR-Brillenträger erleben.

Eine Screen-Mirroring-Funktion, mit der das VR-Bild auf ein Zweitgerät gestreamt wird, ist deshalb ein von Oculus-Go-Fans sehnlichst erwartetes Feature.

Qualitätskontrolle braucht Zeit

Zum Launch der VR-Brille schrieb Oculus’ Mobile-VR-Programmierer John Carmack, dass er eine Demo dieser Funktion angefertigt hat. Es würde jedoch noch ein wenig Zeit brauchen, sie in Oculus’ Smartphone-App zu integrieren.

Seit Anfang Mai sind fast vier Monate vergangen und die Screen-Mirroring-Funktion lässt noch immer auf sich warten. Nun gibt es ein Anzeichen dafür, dass sie bald erscheinen könnte.

Auf Nachfrage eines Twitter-Nutzers schreibt Carmack via Twitter, dass die Funktion fertiggestellt ist. Er sei nicht glücklich darüber, dass es so lange gedauert habe. Als Grund gibt er die langen Veröffentlichungszyklen seines Unternehmens an.

Wo bleibt die Unterstützung für USB-Speichersticks?

Wann die Screen-Mirroring-Funktion erscheint, verrät Carmack nicht. Lange dürfte es nicht mehr dauern.

Ebenfalls noch unklar ist, auf welchem Zweitgerät das Bild angezeigt wird. Vermutlich streamt Oculus Go die Bildinformationen auf das Smartphone-Display. Dafür spricht Carmacks Aussage, die Funktion in Oculus’ Smartphone-App zu integrieren.

Die zweite, große Funktion, auf die Go-Nutzer schon lange warten, ist die Unterstützung von USB-Speichersticks. Die chinesische Go-Variante unterstützt den portablen Massenspeicher seit Mitte Juli.

| Featured Image: Oculus | Source: Twitter

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