In Spielbergs VR-Epos Ready Player One besuchen VR-Brillenträger die virtuelle Zwischenwelt Oasis. Die ist aufgebaut wie die reale Welt, läuft aber auf VR-Steroiden. Losgelöst von den Regeln der Physik, bietet sie unendliche Möglichkeiten für Unterhaltung, Bildung und Begegnung.

Für Oculus-Manager Jason Rubin, der für das Facebook-Unternehmen die VR-Inhalte verantwortet, ist genau dieses Metaverse die große Zukunftsvision für Virtual Reality.

Auf die Frage nach der VR-Zukunft antwortet Rubin: “Ich wünsche mir eine alternative Welt, in der ich mich selbst spielen kann oder eine andere Figur, die ich gerne wäre, in der ich mit vielen Menschen zusammenkomme und einfach Spaß habe.” Im Stile von Ready Player One könne man eine Gaming-Arena besuchen oder eine Tanzbar.

“Wenn sich Menschen in 15 Jahren nicht in VR begegnen und heiraten, dann haben wir was falsch gemacht. Bei Facebook oder Instagram passiert das die ganze Zeit”, sagt Rubin. “Wenn wir es als Social-Unternehmen nicht schaffen, dass sich Menschen begegnen und einige davon die Liebe ihres Lebens finden, was haben wir dann erreicht? Wir werden das schaffen.”

Die Zukunftsbrille muss viel kleiner werden

So eine aufwendige, virtuelle Zwischenwelt und ein lebendiges VR-Miteinander wird erst mit enorm vielen Nutzern tragfähig: Facebook-Chef Mark Zuckerberg stellte vor einem Jahr eine Milliarde VR-Nutzer als zu erreichende Bestmarke in den Raum – allerdings ohne Zeithorizont. Zum Vergleich: Über die eigenen Social-Plattformen verteilt hat Facebook bis zu fünf Milliarden monatlich aktive Nutzer.

Um wirklich eine Milliarde Menschen eine geschlossene VR-Brille auf den Kopf zu setzen, das ist Rubin klar, braucht es Geräte, die um ein Vielfaches kleiner und zugänglicher sind als die aktuellen Kopfklötze.

Entsprechend fällt Rubins Prognose – oder eher sein Wunsch – für zukünftige VR-Technologie jenseits der nächsten zehn Jahre aus: “Dann sprechen wir über extrem dünne Linsen für normale Brillen, die richtig gut passen. Vielleicht sehen sie wie Skibrillen aus”, sagt Rubin.

“Hoffentlich passt ein Multifokusdisplay hinein, die Auflösung geht definitiv hoch, integrierte Trackingsensoren setzen sich durch, virtuelle Hände mit oder ohne Controller werden wichtig und dann muss alles in einen Rucksack passen, sodass man es überall mit hinnehmen kann.”

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