Skyrim VR und Fallout 4 VR brachten riesige Spielewelten in die Virtual Reality. Im Gespräch mit VRODO erzählt Oculus-Manager Jason Rubin, was er von VR-Portierungen hält und worauf VR-Spiele letzten Endes zusteuern.

Rubin ist Mitgründer des Spielestudios Naughty Dog und erlebte die 3D-Revolution in den 90er Jahren hautnah mit, als er mit “Crash Bandicoot” das Jump’n’Run-Genre in die Dreidimensionalität überführte. Heute ist Rubin einer der führenden Oculus-Manager und für die Inhalte im Oculus Store verantwortlich. In dieser Rolle hat er es auch mit VR-Portierungen zu tun.

Ob eine VR-Umsetzung erfolgversprechend ist, hängt laut Jason Rubin vom jeweiligen Spiel und Genre ab. “Rennspiele oder Flugsimulatoren lassen sich besonders gut in die Virtual Reality übertragen, weil sie im Grunde für Virtual Reality entwickelt wurden. Es handelt sich um VR-Spiele ohne VR-Brille. Sie für Virtual Reality umzusetzen heißt, ihr ursprüngliches Versprechen zu einzulösen”, sagt Rubin.

Bei Ego-Shootern und Abenteuerspielen verhält es sich anders. Solche Titel seien nicht für VR entwickelt worden, was eine Eins-zu-eins-Umsetzung schwierig mache. So würde die schnelle Fortbewegung, die man sich von Ego-Shootern gewohnt ist, in der Virtual Reality bei vielen Spielern Übelkeit verursachen.

Skyrim VR und Co. als Zwischenlösung

VR-Portierungen wie Skyrim VR hätten Vor- wie Nachteile: “Da ist zum einen die Herausforderung, einen Titel in die Virtual Reality zu übertragen, der nicht für das Medium entwickelt wurde. Zum anderen hast du Inhalte, die allein für Virtual Reality niemand entwickeln könnte. “Skyrim ist eine 100-Millionen-Dollar-Produktion. Es hat noch niemand eine solch große Welt für Virtual Reality erschaffen.”

Mit der nötigen Sorgfalt und viel Arbeit könnten solche Spielen durchaus mit Erfolg portiert werden und zumindest auf kurze Sicht den Mangel an ähnlich umfangreichen, nativen VR-Spielen kompensieren. Er selbst habe Skyrim VR noch nicht gespielt und hofft, dass es für Oculus Rift erscheint, da es eines seiner Lieblingsspiele sei.

VR-MMOs sind das “ultimative Ding”

In einem VR-MMO sieht er die Erfüllung nicht nur seiner Spielerträume: “Virtual Reality wird mächtige Anwendungen außerhalb des Gamings hervorbringen. Aber aus Sicht eines VR-Spielers ist ein MMO das ultimative Ding.”

Derzeit gäbe es noch viele Hindernisse zu überwinden: Die Entwicklung und Pflege eines MMOs verschlinge enorm viel Zeit und Geld, außerdem setze es auf künstliche Fortbewegung, was schwierig umzusetzen sei. Dennoch denkt Rubin, dass alles auf ein VR-MMO zusteuert: “Wenn wir so weit sind, wird World of Warcraft dagegen wie ein Handyspiel aussehen.”

Laut Blizzards Ex-Chefdesigner Rob Pardo ist das neue Medium noch weit davon entfernt, ein richtiges MMO hervorzubringen. Man müsse erst bequemere Brillen, spezielle Controller und passende Spielmechaniken erfinden. Oculus-Gründer Palmer Luckey hingegen sieht ein ganz anderes Problem. Für ein erfolgreiches VR-MMO brauche es zunächst eine kritische Masse an VR-Nutzern. MMOs seien wie soziale Netzwerke: Sie gewinnen ihren Reiz daraus, dass alle mitmachen.


| Featured Image: Oculus

Tagesaktuelle und redaktionell ausgewählte Tech- und VR-Deals: Zur Übersicht
VRODO-Podcast #115: Oculus Rift 2, Pimax Vorbestellstart, AWE 2018 | Alle Folgen anhören


Unsere Artikel enthalten vereinzelt sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Kaufpreis bleibt gleich.