VR-Technologie hat viele Baustellen. Vorne dabei: VR-Übelkeit. Eine endgültige Lösung wäre ein riesiger Schritt für die Branche. Oculus-Mitgründer Palmer Luckey verspricht sie noch für dieses Jahr.

Zumindest die Spielebranche und viele 360-Videofilmer werden von Virtual-Reality-Übelkeit zurückgehalten. Zwar gibt es Mittel und Wege, sie gänzlich zu vermeiden. Aber das erfordert harte Einschnitte in die Spiel- oder Filmgestaltung: Möchte man VR-Übelkeit zur Gänze ausschließen, darf der Brillenträger zu keinem Zeitpunkt künstlich fortbewegt werden.

Umfragen und Studien zeigen, dass ein großer Teil der VR-Nutzer – auch erfahrene Gamer – bei künstlicher Fortbewegung Übelkeit empfindet. Sie tritt dann auf, wenn das Auge eine andere Bewegung sieht, als das Innenohr spürt.

Die Reisekrankheit beim Lesen im Auto wird ähnlich ausgelöst: Hier fühlt das Innenohr Bewegung, die das Auge nicht sieht.

Oculus-Mitgründer Palmer Luckey will noch 2018 VR-Übelkeit beseitigen

Dass sich der Körper an die Wahrnehmungsverwirrung gewöhnen kann, wird zwar behauptet. Durch Untersuchungen belegt ist diese Behauptung allerdings nicht.

Entsprechend groß ist das Bedürfnis der VR-Branche nach einer endgültigen Lösung für das Übelkeitsproblem. Oculus-Manager Jason Rubin bezeichnete diese Lösung gar als seinen größten Wunsch – ohne Zuversicht zu versprühen, dass sie zeitnah gefunden wird. “Wir haben vieles versucht, aber niemand hat das Problem wirklich gelöst”, sagte Rubin Ende 2017.

Deutlich mehr Zuversicht versprüht hingegen Oculus-Mitgründer Palmer Luckey. Er musste sein Unternehmen nach einer Politaffäre im März 2017 verlassen und macht jetzt in Grenzüberwachung mit der VR-Brille.

Bei Twitter stellt Luckey baldige Linderung für Übelkeitsgeplagte in Aussicht: Er arbeite an einer “universellen Lösung”, die sowohl aus einer Hard- als auch Software bestehe. Er wolle seinen Ansatz als Open-Source-Lösung später im Jahr veröffentlichen.

Offenbar verfolgt Luckey ein neues Konzept: Ihm sei nicht bekannt, dass jemand an einer vergleichbaren Lösung arbeite.

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