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Virtual Reality: “Alien: Isolation” ist nun auch mit HTC Vive spielbar

von Tomislav Bezmalinovic30. August 2017

Update vom 30. August 2017:

Die VR-Mod funktioniert nun auch mit HTC Vive. Hierzu muss man bei den Startoptionen lediglich den Vermerk “-steamvr” hinzufügen. Künstliche Drehungen in Gradschritten sollen als nächstes implementiert werden.

Ursprünglicher Artikel vom 31. Juli 2017: Oculus Rift: “Alien: Isolation” mit der VR-Brille ausprobiert

Ein Modder setzt um, was Sega versäumt hat und macht “Alien: Isolation” mit Virtual Reality kompatibel. Der Mod funktioniert erstaunlich gut, hat aber noch jede Menge Ecken und Kanten. Derzeit wird nur Oculus Rift unterstützt, doch HTC Vive soll folgen.

Bevor das Horrorspiel 2014 erschien, programmierte Sega einen experimentellen VR-Modus für das zweite Entwicklerkit von Oculus Rift, der jedoch nicht offiziell unterstützt wird. Findige Modder entdeckten den Modus in den Dateien des Spiels und aktivierten ihn, sodass man Alien: Isolation mit der DK2 spielen konnte.

Die fortschreitende Entwicklung des Oculus SDK führte dazu, dass das Spiel nicht mit der im Frühjahr 2016 erschienen kommerziellen Version von Oculus Rift lief. Um dieses Problem zu lösen, arbeitet der Reddit-Nutzer Nibre an einer Mod, die die Kompatibilität mit dem aktuellen Oculus SDK sicherstellt.

Damit erfüllt er Wünsche der Fans, die Sega trotz Petitionen und vielversprechenden Andeutungen ignorierte. “Vor zwei Jahren wäre ich es gewesen, die jemand anderen gebeten hätte, eine solche Mod herauszubringen. Deshalb ist es toll, dass ich jetzt diese Person sein kann”, sagt der Modder gegenüber Road to VR.

Eine Alpha-Version der Mod kann man seit gestern von Github herunterladen. Für die Installation muss man lediglich eine DLL-Datei ins Spielverzeichnis kopieren. Nibre, der mit bürgerlichem Namen Zack Fannon heißt, schreibt auf Reddit, dass er die Mod trotz Ecken und Kanten veröffentlichte, um Spieler nicht länger warten zu lassen.

Ein vielversprechender Anfang

Ich habe Alien: Isolation eine halbe Stunde mit Oculus Rift ausprobiert und war erstaunt, wie gut die Modifikation funktioniert. Startet man das Spiel, gelangt man ins Menü, das man vor sich auf einer großen Leinwand sieht. Videos werden ebenfalls in diesem 2D-Modus dargestellt.

Die Spielumgebung lässt sich rein optisch nicht von anderen VR-Spielen unterscheiden: die Größenverhältnisse stimmen und Objekte wirken plastisch. Zudem läuft das Spiel läuft einwandfrei auf einer GTX 970. Leider kann man es nur mit einem Gamepad oder Maus und Tastatur spielen, Fannon arbeitet jedoch an einer Unterstützung für Oculus Touch.

Die Modifikation ist für das Spielen im Sitzen optimiert, raumfüllende Virtual Reality wird derzeit nicht unterstützt: Wenn man einem bestimmten Radius verlässt, wird die Welt ausgeblendet. Das derzeit größte Problem ist jedoch, dass man sich nur fließend um die eigene Achse drehen kann – was zu Übelkeit führen kann.

Ein weiteres Problem ist, dass manche Objekte bei Interaktionen zu nahe ans Gesicht herankommen. Bedient man zum Beispiel ein Terminal, ist dessen Bildschirm nur wenige Zentimeter von den Augen entfernt. Dadurch ist die Schrift nur schlecht lesbar und die Interaktion erschwert.

Mod soll an heutige VR-Standards angepasst werden

Fannon will diese und weitere Probleme beseitigen und die VR-Unterstützung in Sachen Fortbewegung und Komfort auf den neuesten Stand bringen. “Man muss fair sein: In 2014 wussten die Entwickler noch nicht so viel über Virtual Reality wie heute. Für die damaligen Verhältnisse ist die VR-Unterstützung ziemlich gut geraten”, sagt Fannon.

Alien: Isolation ist bei Steam für 36,99 Euro erhältlich. Wem bei fließenden Drehungen schlecht wird, sollte noch ein wenig warten, bis die Modifikation künstliche Drehungen in Gradschritten erlaubt.

Wer Fannon unterstützen, mehr über die Mod erfahren oder sich an der Diskussion beteiligen möchte, kann dies im entsprechenden Reddit-Beitrag tun.

| Featured Image: Sega

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